Boden(be) ständiges Berlin

Förderzweck

1000€

Mittelverwendung: Materialkosten für Bau des Wurmkomposters, Arbeitsmaterialien, Aufwandsentschädigung

Das Projekt adressiert Kinder aus dem Wohnumfeld Stralauer Kiez und Kindergruppen aus umliegenden schulischen und kommunalen Horteinrichtungen, sowie deren Eltern und Erzieher*innen. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der gemeinsame Bau eines Wurmkomposts, der auf dem Gelände der E-LOK, einem Freizeitclub in Friedrichshain, seinen Standort als dauerhafte Institution finden soll.

Als Auftakt wollen wir zusammen mit Kindern und Erwachsenen im Rahmen eines Gartenfestes die Lebensweise von Kompostwürmern erforschen, Wurmkisten bauen und die anfallenden Lebensmittelreste direkt als Wurmfutter verwenden. Im Laufe des Gartenjahres werden verschiedene Stadien der Kompostierung sichtbar, sodass die natürliche Herstellung von Humuserde in Echtzeit beobachtet werden kann. Begleitend erfahren die Kinder auf sinnliche Weise wie Nährstoffe in die Erde gelangen, wodurch sich Wurmhumus von Gartenerde unterscheidet und wie man ihn als Nährstoffträger verwenden kann.

Das im wöchtlichen Rhythmus vor Ort agierende hubus-Team sieht sich als Lernbegleiter und gibt den Kindern Hilfestellung bei der Umsetzung von selbstkonzipierten Experimenten. Bspw. könnte anhand eines vergleichenden Gemüseanbaus die Bedeutung von Nährstoffen für die Bodenfruchtbarkeit und die Auswirkungen auf Ertrag, Geschmack und Resistenz verdeutlicht werden. Maßgeblich sollen der Sinn für die Rückführung von Bioabfällen in den natürlichen Reclying-Prozess sowie der Wissenserwerb über die eigenen Realisierungsmöglichkeiten im urbanen Raum als Erkenntnisse gewonnen werden. Dabei erlangen die Kinder Kompetenz im Umgang mit natürlichen Vorgängen und erlernen einen Baustein für zukunftsfähiges Handeln.

Über die Einbindung der Kompostproduktion in die E-LOK und den anliegenden Bürgergarten Laskerwiese schafft das Projekt ein Gemeinschaftsgefühl, das die direkte Verwendung des Humus bzw. den Tausch gegen vor Ort angebautes Obst und Gemüse erlaubt. Die gemeinschaftliche Umsetzung eines Projekts mit Nutzung für Nachbarschaft und Umwelt ermöglicht allen Beteiligten neue Handlungsräume zu erschließen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Erzieher und Erwachsene sind eingeladen die vermittelten, praktischen Handlungsmöglichkeiten für Stadthaushalte selbstständig oder mit Unterstützung von hubus zu vertiefen und langfristige Projekte zur Kompostierung im Stadtraum zu entwickeln.