Reichenberger Kiezfest

Förderzweck

1000€

Mittelverwendung: Technik und Marktstände

Das Reichenberger Kiezfest ist ein nichtkommerzielles, politisches und kiezorientiertes Straßenfest, dass von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft organisiert wird. Hintergrund und Motivation des Festes ist die aktuelle Mieten- und Wohnsituation Berlins, ganz besonders in Kreuzberg. Aufwertung und Verdrängung sind seit längerem die größte Belastung und verändern seit Jahren die Kiezstruktur. Kündigungen, extreme Mieterhöhungen und Zwangsräumungen betreffen nicht nur Mieterinnen und Mieter, sondern auch (Klein-)Gewerbe und soziale Einrichtungen. Es gibt allerdings viele engagierte, kreative und solidarische Menschen, die sich dem gemeinsam widersetzen und sich für ihren Kiez und ihr Zuhause einsetzen.

So findet dieses Jahr zum 8. Mal – aber zum 1.Mal an zwei Tagen – das Reichenberger Kiezfest statt. Es bietet eine Plattform für Menschen und Gruppen, sich zu präsentieren, zu vernetzen und gemeinsam zu feiern. Neben dem Feiern sind verschiedene Formen der Kommunikation geplant, um eine Möglichkeit der Begegnung und des Austauschs zu schaffen und damit eine längerfristige Wirkung über das Fest hinaus zu erzielen. Das Kiezfest zeigt sich inzwischen als wichtiger Bestandteil des Stadtteils um die Reichenberger Straße.
Die Grundsätze des Festes sind schnell erklärt:

  • nicht kommerziell: alle Info- und Mitmachangebote, sowie das (Bühnen)-Programm sind kostenlos, es gibt keine kommerziellen Angebote, die Gewinn erzielen. Projekte/Initiativen können Spenden sammeln, die wiederum in ihre gemeinnützigen Projekte fließen.
  •  Politische Botschaft: Das Fest versteht sich als Teil des Widerstands gegen profitorientierte Stadtumstrukturierung und bezieht aktiv Stellung gegen Rassismus, Sexismus, Diskriminierung, für das Gute Leben, solidarisch und selbstbestimmt.
  • Keine Parteien: Infostände von Parteien/Parteifahnen etc. sind ausgeschlossen.

Ziele des Reichenberger Kiezfestes sind:

  • eine Begegnungsmöglichkeit für die Nachbarschaft zu schaffen, sich gegenseitig über Themen, Aktionen und Projekte auszutauschen, über die Verdrängungs- und Aufwertungssituation im Kiez zu sprechen und diese darzustellen,
  • gegenseitige Hilfe und Unterstützung zu finden und ein Wochenende Spaß auf der Straße zu haben.

Umgesetzt wird das ganze mit:

  • Infoständen von Projekten/Initiativen aus dem Kiez und Umgebung (bspw. soziale Einrichtungen, Hausprojekte, Nachbarschaftsinitiativen, Nogooglecampus…)
  • Mitmach-Aktionen, Redebeiträge, Darstellungen Essen und Trinken
  • Bühnenprogamm: es gibt eine kleinere Bühne für Kiezkunst, Kinder- und Familienprogramm, auf der großen Bühne gibt es Freitag- und Samstagabend

Insgesamt ca. 7-8 Bandauftritte von HipHop, Punk, Balkanmusik… (bspw. Lena Störfaktor, Tapete, Punk Rock MC, die sogenannte Anarchistische Musikwirtschaft, Guts Pie Earshot