Flüchtlingsrat Berlin e.V.

Förderzweck

Öffentlichkeitsarbeit, Transportkosten

Auf der politischen Ebene beschäftigt den Flüchtlingsrat seit Monaten die mangelhafte Versorgung und Unterbringung von Asylsuchenden in Berlin. Bereits seit Sommer 2013 hat der Verein wiederholt kritisiert, dass neuankommende Asylsuchende mit wertlosen Hostelgutscheinen in die Obdachlosigkeit geschickt werden. Aktuell ist die zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende ZAA in Berlin de fakto kollabiert – neuankommende Asylsuchende warten oft tagelang, bis sie vorsprechen können, eine Unterkunft und (medizinische) Versorgung erhalten. Die Asylverfahren werden erst mit monatelanger Verzögerung eingeleitet. Mit Öffentlichkeitsarbeit, Lobbygesprächen und rechtlicher Unterstützung für die Betroffenen wirkt der Flüchtlingsrat darauf hin, dass die Berliner Behörden schnellst möglich wieder ein gesetzeskonformes und menschenwürdiges Aufnahmeverfahren sicherstellen.


Aus dem spendenfinanzierten Nothilfefonds hat der Verein im vergangenen Jahr vor allem junge Geflüchtete unterstützt, damit diese eine Ausbildung oder einen Deutschkurs machen können. Sehr häufig kommt es vor, dass die Berliner Behörden unbegleitete Minderjährige für volljährig erklären und diese dann keine Jugendhilfe mehr erhalten und in normale Sammelunterkünfte für Erwachsene ziehen müssen. Die Jugendlichen haben häufig große Schwierigkeiten, sich in der neuen Situation zurecht zu finden.

Der Flüchtlingsrat übernimmt die Kosten für die BVG-Monatskarten für die Fahrt zum Deutschkurs oder das Schulgeld für Qualifizierungsmaßnahmen. In den letzten Monaten hat er aus Mitteln des Nothilfefonds auch vermehrt Flugkosten übernommen, damit anerkannte Flüchtlinge aus Syrien Ihre Familien nachholen können. Menschen wie Sie machen es mit ihrer Spende möglich, dass der Flüchtlingsrat diese unbürokratische, finanzielle Hilfe leisten kann!