Fülle in die Hülle! Das "Cafe 39" im Kulturhof der Künstlerstadt Kalbe

Förderzweck

Einrichtung des Cafès mit technischen Geräten

Die Künstlerstadt Kalbe begegnet seit nunmehr sechs Jahren mittels Kunst und Kultur den Folgen des demografischen Wandels. Sie beseitigt Leerstand (inzwischen sind 13 Immobilien in ihrer Nutzung), ermöglicht Zuzug, schafft Bleibeperspektiven und verbessert die Lebensqualität der hier Lebenden. Sie setzt sich für kulturelle Vielfalt ein, bietet kulturelle Workshops für alle Generationen und auch für Menschen mit Handicap an. Sie zieht durch verschiedenste Angebote Menschen in die Kleinstadt mit 2243 Einwohner*innen, inmitten einer Region, die zu den am dünn besiedelsten Regionen Deutschlands zählt - die Altmark. im Norden Sachsen-Anhalts.

Jedes Jahr lädt sie nationale und internationale Künstler*innen zum Sommer- und Wintercampus ein - insgesamt 80 Tage. Seit 2014 engagiert sie sich für die Inklusion der neuen Büger*innen aus Syrien und Afghanistan, bot Deutschkurse an, einen Chor und einen Garten der Nationen. Das Bänkefest oder der Tag der Nachbarn dienen stets dafür, niedrigschwellig zivilgesellschaftliches Engagement und Miteinander zu fördern. Denn die Künstlerstadt begreift sich als soziale Skulptur, die durch ihre Angebote die gestalterischen Potentiale eines jeden wecken will, damit dieser sie dann wieder im Sinne des Gemeinwohls in die Gesellschaft einbringen kann.

Seit Bestehen der Künstlerstadt 2013 nutzen wir schon das Gehöft in der Rathausstraße 39 in der Altstadt von Kalbe. 2016 haben wir den über neun Jahre leerstehenden Bauernhof gekauft. Seit 2018 wird das Vorderhaus umgebaut, um kulturelle Kinder- und Jugendarbeit zu praktizieren, da sie ohne Unterbringungsmöglichkeit aufgrund des Wegfalls des ÖPNV nicht mehr möglich ist. Außerdem werden die Räume für nationale und internationale zum Wohnen und Arbeiten bereitgehalten, nicht nur während des Sommer- und Wintercampus. 2020 soll nun das Nebengebäude, ein ehemaliger Stall als Cafe und Vereinsraum für alle umgebaut werden. Schon jetzt finden viele Veranstaltungen im Kulturhof - vorwiegend in der Festscheune statt: Das Sommerkino, die (((potentiale))) - das Festival für improvisierte Musik und ländliche Entwicklung, das BRUCCA! Festival für Theater, Zirkus und Musik.

Es fehlt noch ein selbstverwaltetes und gemeinnützig geführtes Cafe, welches als neuer Treffpunkt für die Altstädter und die gesamte Einheitsgemeinde dient. Auch die vielfältigen Vereine sollen eingeladen werden, sich hier zu treffen. Kalbe als Stadt verfügt bisher über keine Möglichkeit für Vereine kostenfrei Räume zur Verfügung zu stellen. Jugendliche und Senior*innen mit denen wir schon viele Veranstaltungen durchgeführt haben, zeigen sich interessiert, sich zu beteiligen. Hier können alle Bürger*innen von Kalbe kommen, unter dem blühenden Kirschbaum und dem Nussbaum sitzen, sich kennenlernen, miteinander Zeit verbringen und Ideen und Projekte schmieden