Dorf der Jugend Grimma

Förderzweck

Nebenkosten und Hygienepässe für die Nutzung des Containercafés

Der Initiierung des Projekts „Dorf der Jugend“ liegt der Aufbau und die Etablierung einer lebendigen, nachhaltigen und autarken Struktur der Kultur- und Jugendarbeit für den ländlichen Raum zu Grunde. Als Fernziel kann eine Art selbstständige und immer wiederkehrende Kettenreaktion beschrieben werden, welche auf der Freiwilligkeit der Mitwirkung basiert; diese Mitwirkung umfasst neben den Jugendlichen auch alle anderen Generationen, fasst diese aber nicht als Zielgruppe auf.

Im „Dorf der Jugend“, welches auf dem Areal der Alten Spitzenfabrik angesiedelt ist, findet sich eine vielfältige Angebotslandschaft wie eine Fahrradwerkstatt, ein selbstorganisiertes Container-Cafe, eine Skateanlage und eine Graffitiwall, ein großer Garten mit einem Bolzplatz und einer Lagerfeuerstelle, ein Veranstaltungsraum, eine Hofbühne und andere Nutzungsmöglichkeiten wieder. Es versteht sich als vielfältiges Jugendprojekt. Demzufolge spielen die Jugendlichen eine zentrale Rolle –  ob bei Veranstaltungen, Projekten oder wichtigen allgemeinen Entscheidungen. Die Charakteristik für das „Dorf der Jugend“ ist der Ansatz von Peer – Education. Dieser beinhaltet die Wissensvermittlung von Jugendlichen für Jugendliche, welche wiederum angelerntes Wissen  anwenden und weitergeben. In diesen Gruppenprozessen ist die pädagogische Fachkraft insofern aktiv, dass sie die Vorgänge begleitet und moderiert.

Die Partizipation am und im „Dorf der Jugend“ basiert auf Freiwilligkeit und damit einhergehend  bestimmt jede_r selbst wie viel Zeit, Geduld und Energie investiert wird. Weitere grundlegende Werte sind Hierarchiefreiheit und Transparenz. In einem Projekt, welches mit so vielen verschiedenen Menschen arbeitet ist es es wichtig, die größtmögliche inhaltliche Transparenz zu ermöglichen, um alle Informationen jederzeit für alle zugänglich zu machen. Das Projekt ist basisdemokratisch organisiert und alle grundlegenden Entscheidungen werden in offenen, konsensorientierten Plenen getroffen. Die im Projekt beschäftigten Personen sind ebenso an diesen Entscheidungen gebunden.