Fördersumme:
Förderdatum:
Förderort:
Förderzweck:
- Sachmittel für menschenwürdige Erstversorgung (bspw. Hygieneartikel)
Quartier:
Projekt-Website
Die Fachberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel und Betroffene von Gewalt im Namen der „Ehre“ der Hillerschen Villa bietet umfassende Soforthilfe und langfristige Unterstützung für Menschen, die von Menschenhandel, Zwangsprostitution oder Ehrgewalt betroffen sind. Im Mittelpunkt steht eine schnelle und unbürokratische Hilfe, die rechtliche, medizinische und therapeutische Begleitung ebenso umfasst wie psychosoziale Beratung und Unterstützung in akuten Krisensituationen.
Das Projekt ist Teil des Netzwerks KOBRAnet, einer Fachberatungsstelle, die sich dafür einsetzt, Menschen zu unterstützen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind – sei es im Kontext sexueller Ausbeutung, Zwangsprostitution oder anderer Formen von Ausbeutung. Ebenso bietet die Stelle Beratung für Menschen, die von Gewalt im Namen der „Ehre“ oder von Zwangsverheiratung betroffen sind. Gemeinsam ist diesen Personengruppen, dass sie häufig aus massiven Gewaltzusammenhängen kommen und unter schweren psychischen Belastungen oder Traumatisierungen leiden.
Im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe verfolgt die Fachberatungsstelle das Ziel, Betroffene in ihren akuten Notlagen zu stabilisieren, sie zu stärken und zu ermutigen, ihr Leben eigenständig zu gestalten. Neben der persönlichen Beratung werden Betroffene zu Polizei- und Gerichtsterminen begleitet. Zudem vermittelt die Fachberatungsstelle sichere Unterkünfte, organisiert notwendige medizinische und therapeutische Unterstützung und deckt grundlegende Bedürfnisse wie Lebensmittel, Hygieneartikel, Unterbringungskosten, Medikamente und neue SIM-Karten ab.
KOBRAnet unterhält zwei Schutzwohnungen und führt regelmäßig aufsuchende Sozialarbeit im Prostitutionsmilieu durch, um auch Menschen zu erreichen, die keinen direkten Zugang zu Hilfsangeboten haben.
Darüber hinaus engagiert sich das Projekt gegen jede Form von Menschenrechtsverletzung sowie gegen rassistische und sexistische Diskriminierung. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt in der Förderung der realen sozialen Gleichstellung von Sexarbeitenden. Mit seiner Arbeit trägt das Projekt entscheidend dazu bei, Betroffenen Schutz, Perspektiven und die Möglichkeit selbstbestimmter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.








