Auch wenn es Flucht bedeutet… – Kunstfestival

Fördersumme:

1000 €

Förderdatum:

08.16.2016

Förderort:

Glogauer Str. 16, 10999 Berlin

Förderzweck:

1000 €

Mittelverwendung: Fahrtkosten der internationalen Künstler*innen, Technik, Werbematerial

Quartier:

Projekt-Website

Das „Auch wenn es Flucht bedeutet …“ Kunstfestival findet zwischen dem 04.11. – 06.11.2016 in den Räumen der GlogauAir in Berlin statt. Es ist ein nicht -kommerzielles und gemeinnütziges Festival, welches internationale Künstler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an einem Wochenende unter einem Dach vereint. Die Besuchenden können sich auf ein diverses Programm, bestehend aus Performances, (Video)Installationen, Musikdarbietungen, Fotografien und Vorträgen, freuen. Während sich die künstlerischen  Arbeiten frei zu dem gesellschaftskritischen Thema des Festivals äußern (hierzu sei auf den unten angefügten Aphorismus* verwiesen), geht es in den Vorträgen bei Felix Roßmeißl einerseits um die künstlerische Avantgarde der 20/30er Jahre und bei Leo Roepert andererseits um Trash oder anders, um den Gebrauchswert in der postmodernen Kultur.

Die teilnehmenden Künstler*innen sind:

ESOC (Audiovisuelles Performance Kollektiv)

LENA MAYER (Fotografie)

COMANDO MARISOL (Interdisziplinäres Kollektiv)

MODPERFORMANCE (Performance)

RAG*TREASURE (Musik / Performance)

MARIETA CAMPOS GISBERT (Interdisziplinär)

MELANIE KÖCK & EQUALS/ STRAUSSFELD (Visual Musikperformance)

BEGO M. SANTIAGO (Interdisziplinär)

MARTÍ GUILLEM CISCAR (Musik-Performance)

J F GOLDTBLUM (Fotografie)

DANIEL ABELLA (Interdisziplinär)

ALVAROMARTINEZ ALONSO (Interdisziplinär)

RAQUEL DEL VALLE (Interdisziplinär)

MELINDA MATERN (Fotografie)

ANAREL.LA MARTINEZ MADRID (Performance)

LEO ROEPERT (Vortrag)

FELIX ROSSMEISSL (Vortrag)

* “BESCHLEUNIGTE IRRELEVANZ ALS AUSDRUCK EINER GESELLSCHAFT, DIE IM ZWANGE IST. IM ZWANG DER VERWERTBARKEIT, IM BANN DER INDIVIDUALITÄT. DIE QUANTITÄT RINGT DIE QUALITÄT ZU BODEN UND SCHREIT NACH ORIGINALITÄT UND INNOVATION. ALS ERGEBNIS EINE VARIATION DER VERSIONEN UND DIE WAHRNEHMUNG EINER RETROPROJEKTION. DIE FREUDE VERSTECKT SICH. DAS SCHÖNE HAT SEINEN SELBSTZWECK VERLOREN. UND DER NARZISSMUS ERBLÜHT IN MODRIGEN FARBEN. EIN SELBSTBETRUG, DER UNS VERGESSEN LÄSST, DASS UNSER AUFTRITT IN DIESEM LEBEN NUR EINE TRAGISCHE KOMÖDIE IST. FLUCHT ALS NOTWENDIGKEIT UND DABEI GENUSS EINES HOFFNUNGSLOSEN  ENTKOMMENS. NUR FÜR EINEN ABEND, EINE NACHT, WOLLEN WIR NASCHEN, VON DER SCHÖNHEIT DER DINGE, WOLLEN UNS AM GEFÜHL DER ZWANGLOSIGKEIT SÄTTIGEN BIS DER MORGEN GRAUT.

Wir möchten noch darauf hinweisen, dass die Idee unseres Festes nicht im Zuge der aktuellen Geflüchteten-Situation entstanden ist. Wir sprechen im Falle unserer Kunstveranstaltung von einer Flucht vor gesellschaftlichen Verhältnissen, von einem kritischen  Widerspruch, von einem Moment des Ausgeliefertseins. Auch wenn sich die Begrifflichkeiten zeitweise auch auf die Lage und die Umstände der Geflüchteten anwenden lassen, so möchten wir klar formulieren, dass es unterschiedliche Dimensionen der Flucht gibt und diese nicht auf der gleichen Ebene verhandelt werden dürfen. So muss in Qualität und Notwendigkeit auf spezifische Weise differenziert werden. Zudem sei abschließend noch zu erwähnen, das folgende Dinge auf unserem Festival unerwünscht sind: Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Nationalismus.

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