Juna und Norwin reisen durch das Leben

Fördersumme:

1000 €

Förderdatum:

10.01.2022

Förderort:

Oststraße 2, 04104 Leipzig

Förderzweck:

Projekt- und Bastelmaterialien, Reisetagebücher, Druckkosten

Quartier:

Projekt-Website

Wir erreichen mit unserem Projekt Vorschulkinder verschiedener Kindertagesstätten und Förderschulen in Leipzig. Unser Anliegen ist es dazu beizutragen, Kinder zu empathiefähigen Menschen zu bilden und ihnen in Zusammenarbeit mit Erzieher*innen und Eltern mögliche Ängste zum Thema Abschied, Tod und Trauer zu nehmen. Sie sollen den Tod als natürlichen Teil des Lebenskreises begreifen und lernen, ohne Scheu ihre Gefühle über Verluste zu äußern und zu bearbeiten.

Unser Bildungskonzept für Vorschulkinder zum Thema Abschied, Tod und Trauer umfasst sechs aufeinanderfolgende Projekttage in der jeweiligen Kindertagesstätte. Begleitet werden sie dabei von zwei Mitarbeiter*innen von Hospizium (1 hauptamtliche und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin) und den Handpuppen Juna und Norwin. Zu unserem Projekt gehören eine vorbereitende Informationsveranstaltung für die Erzieher*innen der Kita und ein projektvorbereitender Elternabend. Außerdem wird zu Projektende mit den Eltern gemeinsam ein Abschlussfest gefeiert.

An den jeweils zweistündigen Projektvormittagen wird den Kindern die Auseinandersetzung mit den genannten Themen über spielerische und kreative Methoden aktiv ermöglicht. Dabei wird den Kindern Raum gelassen, eigenes Wissen einzubringen, Fragen zu stellen und Erfahrungen zu teilen. Alle Kinder erhalten ein projektbegleitendes Tagebuch.

Seit Bestehen des Projektes erhalten wir fortlaufend positive Rückmeldungen von den begleitenden Erzieher*innen und Eltern. Besonders die Kinder zeigen großes Interesse, Freude und aktive Beteiligung am Projekt. Unsere qualitative Arbeit wird dadurch bestätigt, dass wir von den Kindertagesstätten jedes Jahr wieder angefragt werden und vermehrt aus Kapazitätsgründen Projektanfragen ablehnen müssen. In einigen Kitas wurde unser Projekt zum festen Bestandteil ihres Bildungskonzeptes. Das Präventivprojekt wurde außerdem in einer Facharbeit evaluiert. Die Ergebnisse zeigten eine positive Entwicklung bei Kindern, Eltern und Erzieher*innen im Umgang mit den Themen Abschied, Tod und Trauer.

Der 1. Tag widmet sich „Gefühlen“. Die Kinder sprechen über Gefühle und lernen, dass jeder Mensch unterschiedlich fühlen kann und warum es wichtig ist, sein Gefühl zu zeigen. Am 2. Tag geht es um „Werden und Vergehen“. Über das Wachsen und Vergehen in der Natur lernen die Kinder den Kreislauf des Lebens kennen und übertragen diesen auf die Lebenskurve des Menschen. Der 3. Tag steht unter dem Motto Gesundheit und Krankheit. Die Kinder lernen die Zeichen der Lebendigkeit zu benennen und überprüfen diese an ihrem eigenen Körper. Es werden Fragen der Kinder zum Thema Gesundheit und Krankheit beantwortet und die Kinder lernen, dass auch
Krankheit zu unserem Leben gehört. Am 4. Tag geht es um „Abschied, Tod und Trauer“. Die Kinder erfahren von den nachfolgenden Abläufen, wenn ein Mensch gestorben ist. Ein Kinderbuch zum Thema wird besprochen und eine
Tierbeerdigung im Garten des Kindergartens zelebriert. Am 5. Tag besuchen die Kinder einen Friedhof.

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