Mädchengruppe „emPOWERn durch Teilhabe“

Fördersumme:

1000 €

Förderdatum:

10.01.2018

Förderort:

Juliusstr. 10 12051 Berlin

Förderzweck:

1000€

Mittelverwendung: Material, Verpflegung, Ausflüge, Aufwandsentschädigungen, Evaluierung

Quartier:

Projekt-Website

In der Mädchengruppe „emPOWERn durch Teilhabe“ wird mit einer Gruppe von 12 Mädchen der Konrad-Agahd-Schule in Neukölln ein geschützter Raum geschaffen. In dem wöchentlichen Angebot sensibilisieren sich die Teilnehmerinnen für strukturelle Benachteiligungen und empowern sich gegenseitig zu mehr Teilhabe am schulischen und gesellschaftlichen Leben. Die Teilnehmerinnen entwickeln gemeinsam Aktionen und Strategien, wie sie sich in ihrem Umfeld gegen Benachteiligung einsetzen können.
Mit der Mädchengruppe gehen die strukturelle Benachteiligung von Mädchen und Frauen in der Gesellschaft an, indem wir die Betroffenen dazu in die Lage versetzen, Änderungen voranzubringen. Schulen sind Spiegelbilder der Gesellschaft und die Benachteiligungen, die in der Gesellschaft stattfinden, finden ebenso in der Schule statt. Wir möchten erreichen, dass die Teilnehmerinnen mit konkreten, eigenen Aktionen eine Debatte über das Problem an ihrer Schule anstoßen und mitgestalten. Dabei erfahren sie ihre eigene Wirksamkeit.
In den ersten Sitzungen besprechen die Teilnehmerinnen mit den Teamerinnen mögliche Formen, wie sich die strukturelle Benachteiligung von Frauen und Mädchen in der Gesellschaft aber auch konkret in der Schule zeigen kann. Den Schülerinnen wird die Möglichkeit gegeben von eigenen Erfahrungen berichten, wenn sie das möchten. Zudem lernen die Mädchen große weibliche Persönlichkeiten kennen und lernen zielgruppengerecht, wie Frauen sich bereits gegen Benachteiligungen eingesetzt haben. Die Teilnehmerinnen können von ihren eigenen weiblichen Vorbildern erzählen. Themen wie gesellschaftliche Frauenbilder und Geschlechterrollen, Mehrfachbenachteiligungen bspw. muslimischer Frauen werden je nach Dynamik der Sitzungen auch besprochen und gegebenenfalls in einer eigenen Sitzung von den Teamerinnen aufgearbeitet. Ausflüge, beispielsweise zu Politikerinnen oder erfolgreichen Frauen in der freien Wirtschaft dienen der Inspiration. Im Laufe des Schuljahres werden Ideen gesammelt, wie die Problematik in der Schule thematisiert werden kann. Die Ideen für Aktionen sollen dabei von den Schülerinnen selbst entwickelt werden. Möglichkeiten wären Infostände in den Pausen, eine Button-Aktion zum Thema oder Präsentationen in anderen Klassen. Bis zum Ende des Schuljahres soll mindestens eine Aktion durchgeführt werden, damit die Mädchen ihre eigene Wirksamkeit erfahren und sich dazu empowert fühlen, gegen Benachteiligung vorzugehen. Das Projekt ist dabei prozessorientiert ausgelegt und wird von den Teamerinnen mit Methoden der Demokratiebildung moderiert.

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