Neuigkeiten

Geselliges Fahrrad reparieren: Mit dem Rad zu Besuch bei Social Ride

17. September 2018 20:10:09

lisa.wiedemuth

Bei der ersten Förderrunde dieses Jahres wurde neben der Schnibbelparty der rehab republic e.V. auch das Projekt „Social Ride“ gefördert. Social Ride repariert mit geflüchtete Menschen im Raum München alte Fahrräder und Fahrradspenden, sodass sie danach wieder fahrbereit sind. Das Projekt vermittelt den Geflüchteten dabei das Wissen durch „mobile Workshops“ in Flüchtlingsunterkünften oder bei offenen Fahrradwerkstätten wie z.B. im Wohn- und Kulturzentrum Bellevue di Monaco, welches wir besuchten und uns anschauen konnten. In entspannter Atmosphäre werden die Räder repariert und gleichzeitig wird erklärt wie was funktioniert.

Heute reparieren wir die Räder zusammen mit dem Team von Juno, einer Initiative, welche geflüchteten Frauen eine Stimme gibt und ihnen durch Beratungs- und Freizeitangebote bei der Integration hilft. Das Team von Juno und Social Ride haben sich im Juni beim Projekt Kick-Off von Quartiermeister näher kennengelernt und beschlossen ein gemeinsames Projekt zu starten! Das freut uns natürlich besonders und zeigt, dass Quartiermeister nicht nur Geldgeber, sondern auch Vernetzer und Botschafter sein kann.

Die zu reparierenden Fahrräder sind meist spenden von Privatpersonen, aber manchmal, so wie heute, kommen die Räder auch von größeren Einrichtungen und so hat bei unserem Besuch der Hausmeister des Münchener Ostbahnhofs ca. 10 Räder abliefern können. Die meisten Räder sehen schon etwas mitgenommen aus. Meistens ist jedoch gar nicht viel Arbeit nötig, sodass die Räder schnell wieder fit zu machen sind. Die häufigsten Probleme sind platte und löchrige Reifen und Schläuche, defekte Bremsen und Schaltungen, sowie rostige Ketten. Auch die Sättel müssen häufiger ausgetauscht werde und wir schauen, dass möglichst alle ein passendes Rad bekommen können.

Die Förderung von Quartiermeister hilft hierbei ganz konkret neue Ersatzteile für die Räder zu kaufen, Werkzeuge für die Reparatur und Transportkosten für die mobile Fahrradwerkstatt zu decken. Wir freuen uns, einen Beitrag zur Integration und Mobilität von Geflüchteten beisteuern zu können und sind auf viele weitere Kooperationen gespannt!

Fairwenden statt Verschwenden

31. August 2018 12:35:35

lisa.wiedemuth

Das erste Mal offline abstimmen! Gemeinsam mit Alnatura Berlin setzen wir ein Zeichen für nachhaltiges Engagement in der Nachbarschaft! Die Bioeinzelhandelskette gibt euch & uns erstmals die Möglichkeit direkt beim Kauf von Quartiermeister mitzubestimmen, wohin der Erlös fließt. Damit möchten wir unser Prinzip der Partizipation erfahrbar machen und mehr Menschen zur Mitbestimmung animieren. Die letzten Tage haben wir fleißig gebastelt und unsere Abstimmboxen in den 18 Filialen verteilt. Pro Flasche erhaltet ihr eine Abstimmmarke, die ihr direkt an der Kasse in die Urne eurer Wahl werfen könnt.

Wir fördern mit insgesamt 5000€, die sich aus 2000€ von Quartiermeister und ganzen 3000€ von Alnatura speisen! Darauf ein Prost!

Die 5000€ werden je nach Stimmanzahl an alle vier Projekte verteilt. Die Offline-Abstimmung begleiten wir ebenfalls online. Hier könnt ihr direkt für eure zwei Lieblingsprojekte abstimmen!

Diese vier Projekte nehmen nach unserer Vorauswahl an der Abstimmung teil:

- Kiez Mobil ist ein Projekt des Berlin Glas e.V. aus dem Wedding und bietet mobile Glasschmelzworkshops für Kinder aus Berliner Flüchtlingsunterkünften und Jugendorganisationen an. Die Workshops finden in englischer & deutscher Sprache statt und schulen Kinder & Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ländern nicht nur in ihren motorischen Fähigkeiten. Die Workshops schaffen ebenfalls Selbstvertrauen in die eigene Kreativität, stärken Teamgeist und Austausch. Mit der Förderung möchte der Verein weitere Workshops in diesem Jahr anbieten und Personal-, Fahrt- und Materialkosten decken.

- Seit 2011 peppt die Taschengeldfirma e.V. gemeinsam mit Neuköllner Jugendlichen alte Fahrräder auf und leistet so Hilfe zur Selbsthilfe. Seit 2016 speist der Verein seine Energie aus einem selbstgebauten Windrad auf dem Tempelhofer Feld. Um den Besucher*innen genügend Luft für die Fahrradreifen anbieten zu können, braucht die Taschengeldfirma einen Luftkompressor. Der Luftkompressor soll mit dem lokalen Ökostrom betrieben werden. Damit hätten die Menschen auf dem Tempelhofer Feld nicht nur Zugang zur einer verlässlichen Luftstation,  sondern auch zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Außerdem soll ein Schweißgerät angeschafft werden, um gespendete Fahrräder besser aufarbeiten zu können und Jugendliche in das Schweißen einzuführen.

- Die Material Mafia definiert Reststoffe als Ressource und steht so für geschlossene Materialkreisläufe. Konkret sammelt das Sozialunternehmen übrig gebliebene Werkstoffe wie Holz, Balken, Fenster, Werbeplanen, Leuchtröhren, Gummimatten, Stahl etc. und stellt sie der Öffentlichkeit in einem Second Hand Baumarkt zur Verfügung. Gleichzeitig leistet die Material Mafia Beratung bei Projekten Marke Eigenbau und bietet Bildungsformate zu Materialbeschaffung & Upcycling an. Derzeit befindet sich die Initiative im Aufbruch und sucht nach einem größeren Lager. Die Förderung fließt in die Kosten des Umzugs.

- Auf einer ehemaligen, illegalen Mülldeponie im Prenzlauer Berg gründete sich 2016 der Randbepflanzung e.V. als Gartengemeinschaft. Nach zweijähriger, gemeinsamer Oberflächenreinigung wird seither mit Nachbar*innen eigenes Obst & Gemüse angebaut. Außerdem werden Workshops bspw. zu Upcycling, Imkern und Yoga angeboten. Die Kartoffellaube ist Dreh- und Angelpunkt des Kulturgartens. Hier werden Hörspiel- & Filmabende, Lesungen & Konzerte veranstaltet. Nun bedarf es einer gründlichen Renovierung dieser Laube. Da der Garten weder an Strom- noch Wassernetz angeschlossen ist, soll mit den Fördermitteln eine Solarzelle, sowie ein Regenauffangsystem zur autarken Versorgung installiert werden.

Zum Schluss werden die Stimmen aus den Märkten und unserer Onlineabstimmung zusammengezählt! Wir sind gespannt auf das Ergebnis!

Wir feiern Nachhaltigkeit!

21. August 2018 16:11:42

lisa.wiedemuth

 Quartiermeister zu Besuch bei der Schnibbelparty!

In unserer letzten Abstimmung in München gewann u.a. das Projekt „Schnibbelparty“ von rehab republic e.V. Wir durften das kreative Nachhaltigkeitskollektiv im August besuchen und schauen, wie unsere Förderung von 1000€ wirkt und die Arbeit von rehab republic stärkt. Getroffen wurde sich in der Glockenbachwerkstatt direkt zum Event. Quartiermeister konnte also hautnah miterleben, wie Lebensmittel retten, gemeinsames Essen und tanzen zusammenpassen.

Bei der Schnibbelparty an der wir teilgenommen haben, haben neben uns weitere 200 Teilnehmer*innen, welche drinnen & draußen sitzen und sich mit einer gehörigen Portion Spaß gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen, teilgenommen. Gemeinsam wird mit geretteten Lebensmitteln aus zwei kollaborierenden Supermärkten geschnibbelt & gekocht. Diesmal durfte die Initiative kistenweise Obst, Gemüse und Brot abholen – Lebensmittel die aufgrund von Schönheitsfehlern wie Dellen oder falschen Größen in den Läden aussortiert wurden und ansonsten im Müll landen würden. Die Kisten waren randvoll gepackt, der Großteil sieht genießbar und richtig lecker aus. Was gar nicht mehr geht, wird halt aussortiert.

In der Regel gibt’s auf den Schnibbelpartys (Obst)salat und Eintopf. Heute gibt es als besonderes Schmankerl zeitweise sogar Käsespätzle, die aber ganz schnell in vielen hungrigen Mägen verschwinden. Die Lebensmittelspenden sind so groß, dass nicht nur alle 200 Menschen satt werden, sondern auch noch Einiges an Kisten zum Mitnehmen verschenkt wird.

Abgerundet wird das Programm mit einer Party, Live-Musik und angeregten Gesprächen. Schließlich soll nachhaltiges Engagement auch richtig Spaß machen. Dabei erfahren wir im Gespräch mit rehab republic, dass bei jeder Veranstaltung Geld für die Abholung der Lebensmittel, für Veranstaltungstechnik & Entschädigung der Livebands benötigt wird. Die Veranstaltungsreihe als solche ist kostenlos bzw. agiert auf Spendenbasis. Unsere 1000€ machen da wohl einen großen Unterschied und lassen das Kollektiv größer planen. Die nächste Schnibbelparty findet am 14.09.2018 wieder in der Glockenbackwerkstatt statt. Im Jahr werden ungefähr sechs dieser Partys von rehab republic e.V. umgesetzt.Wir werden auf jeden Fall dabei sein und freuen uns aufs Schnibbeln & Feiern.

Kiezfest & Kiezhaus gewinnen - Ein Zeichen gegen Verdrängung

16. August 2018 09:57:44

lisa.wiedemuth

Auf das Ergebnis dieser Abstimmung haben wir diesmal ganz besonders gespannt gewartet, da schon in der vereinsinternen Auswahl klar war: Jedes dieser Projekte hat ganz klar unsere Förderung verdient! Wir sind jedes Mal sehr dankbar dafür, die Entscheidung an euch, die Community, abgeben zu können. Im Herbst auf unserem Vereinsretreat basteln wir an möglichen, neuen Abstimmungsverfahren, von denen möglicherweise zukünftig alle Projekte profitieren. Denn auch uns tut es im Herzen weh, dass tolle Projekte am Ende dieser nervenaufreibenden Zeit leider leer ausgehen müssen. Euer Voting ist jedenfalls ein klares Zeichen gegen Verdrängung & Aufwertung im Kiez, eine starke Stimme für nichtkommerzielle & gemeinwohlorientierte Freiräume in der Stadt.

Wir fördern mit jeweils 1000€:

- Kiezhaus Agnes Reinhold (359 Stimmen)
- Reichenberger Kiezfest (259 Stimmen)

Herzlichen Glückwunsch. Wir hoffen, ihr könnt mit unserer Förderung eure Wirkung verstärken!

Für diese beiden Projekte hat es diesmal leider nicht gereicht. Wir wünschen aber viel Erfolg bei der Umsetzung zukünftiger Vorhaben.

- Schultütenprojekt (196 Stimmen)
- Dragonale (178 Stimmen)

In den nächsten Monaten werden wir die Gewinnerprojekte besuchen und darüber berichten, was sich bei den Initiativen tut. Hier könnt ihr direkt für eure nächsten Projekte abstimmen!

“Klotzbeuten” - der natürliche Lebensraum für kleine Helfer

9. Juli 2018 09:30:23

meike.hornbostel

Anfang des Jahres wurden “Äpfel und Konsorten” mit 1000 Euro von Quartiermeister gefördert. Das Geld wurde für die Anschaffung einer Motorsäge verwendet, um die sogenannten “Klotzbeuten” zu bauen. Was das genau sein soll? Unser Verein hat die Ehre direkt auf die Streuobstwiese eingeladen zu werden und sich vor Ort aufklären zu lassen.


Klotzbeute auf der Streuobstwiese „Luchweg“

Bei Klotzbeuten handelt es sich um ausgehöhlte Baumstämme, in denen Bienenvölker auf artgerechte und natürliche Art und Weise leben können, weswegen sie auch Bienenhöhlen genannt werden. Die Bienen nutzen den Stamm als Nest und produzieren Honig für die harten Wintermonate. Durch eine Symbiose, des nur wenige Millimeter großen Bücherskorpions, ist ein Einsatz von Pestiziden nicht notwendig. Dieser befreit den Stamm von Varroamilben, dem größten Feind der Bienen ganz natürlich. Für “Äpfel und Konsorten” etwas absolut Entscheidendes, denn der Verein erhält alte Streuobstwiesen und Obstbaumsorten auf biologische, ursprüngliche und sich selbstversorgende Art. Doch wie wir alle wissen, werden die Bienen immer weniger. Dieses wichtige landwirtschaftliche Nutztier kämpft weltweit ums Überleben. Besonders deutlich wird dies in Asien, wo Obstbäume schon mit der Hand bestäubt werden müssen. Die Klotzbeuten auf den natürlichen Streuobstwiesen sollen einen artgerechten Rückzugsort für die Bienen bieten. Aus dem Obst wird bei “Äpfel und Konsorten” natürlich dann auch viel Leckeres gezaubert.

Superfood für zukünftige Generationen

Unser Gastgeber Bernd Schock (Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins und Mitgründer von OSTMOST) verdeutlicht uns vor Ort, dass die neu angelegten Streuobstwiesen erst für unsere nächsten Generationen voll nutzbar sind. Es liege also in unserer Verantwortung Insekten und Sortenschutz jetzt schon für unsere Nachkommen zu fördern. Schließlich ist der heimische Apfel ein echtes “Superfood”. Er regt die Bauchspeicheldrüse dazu an, mehr Insulin zu produzieren und senkt das Diabetesrisiko. Der Ballaststoff Pektin entgiftet unsere Leber und die Polyphenole in Äpfeln haben außerdem einen positiven Einfluss auf unsere Verdauung. Außerdem beinhaltet der Apfel wirklich viele antioxidative Nährstoffe und existiert in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen – viele davon kennen wir gar nicht mehr, da die Supermarktäpfel nur ein Bruchteil der Vielfalt darstellen.

So kannst Du Äpfel und Konsorten unterstützen

Äpfel & Bienen sind deine Freunde? So kannst du Äpfel & Konsorten unterstützen:

Der Verein sucht immer wieder Unterstützung bei der Ernte und Pflege der Streuobstwiesen, sowie Baum- und Bienenexpert*innen, die ihr Wissen teilen und den Verein dadurch unterstützen – getreu dem Motto “Reclaim Streuobstwiesen”. Wer weniger Zeit hat, kann Baumpate werden und seinen Patenbaum auf der Streuobstwiese gemeinsam mit Äpfel und Konsorten einpflanzen. Außerdem werden Streuobstwiesenbesitzer gesucht, um stetig zu wachsen und Artenvielfalt gemeinsam zu erhalten.

Doch auch trinken hilft! Äpfel und Konsorten wird zusätzlich von der Berliner Getränkemarke OSTMOST unterstützt. Mit dem Verkauf von Getränken fördert OSTMOST den Verein, um noch mehr Streuobstwiesen zu pachten und eine größere Wirkung erzielen zu können. Die Getränkevielfalt erstreckt sich über diverse Schorlen und Cider aus den Früchten von Streuobstwiesen. Das Konzept ist dem von Quartiermeister sehr ähnlich. Auch hier wirken Verein und GmbH zusammen und verändern die Wirtschaftslandschaft “Bottom Up” mit Bio-Getränken.


Meike und Daniela vom Quartiermeister e.V. zusammen mit Bernd Schock von Äpfel und Konsorten e.V

Um das ganze Wissen über Streuobstwiesen, Klotzbeuten und Sortenvielfalt weiterzugeben werden einerseits Workshops mit Schulklassen auf den Streuobstwiesen veranstaltet, bei denen die Schüler*innen von der Ernte bis zur Abfüllung ihren eigenen Saft produzieren. Andererseits sollen Workshops für Imker*innen und Interessierte angeboten werden, bei denen mit der geförderten Motorsäge neue Klotzbeuten hergestellt werden und die Haltungsart verbreitet wird.

Erste Online-Abstimmung in München ein voller Erfolg

2. Juli 2018 10:09:03

meike.hornbostel

Über 1.500 Stimmen sind in der ersten Online-Abstimmung für München bei Quartiermeister eingegangen! München zeigt, dass das Konzept funktioniert: So eine rege Beteilgung und so viel Unterstützung direkt in der ersten Abstimmung - Wahnsinn! Aus sechs spannenden Projekten konnte ausgewählt werden, nun steht das Ergebnis fest. 

Der Bierkonsum fördert soziale Projekte und deswegen dürfen sich Social Ride (351 Stimmen) und die Schnibbelparty des rehab republic e.V. (346 Stimmen) über die Förderung von jeweils 1000€ freuen! Herzlichen Glückwunsch!!

Diesmal leider nicht gereicht hat es für Juno (266 Stimmen), Mut.Kunst.Werk (251 Stimmen), Land der Kulturen - wirWerk GmbH (192 Stimmen) und H-Team e.V. (144 Stimmen). Wir wünschen allen Projekten viel Erfolg bei ihren weiteren Tätigkeiten! 

 

Bier trinken, Gutes tun: Rock Your Life und die AusErLESENDEN freuen sich über die Förderung

2. Juli 2018 09:29:43

meike.hornbostel

Die letzten Wochen waren geprägt von einem engen Kopf-an-Kopf rennen. Nun stehen die Gewinner der Online-Abstimmung fest.

Mit 193 Stimmen bedankt sich Rock Your Life! für den ersten Platz und damit die Förderung von 1000€. Herzlichen Glückwunsch! 

Den zweiten Platz konnten Die AusErLESENDEN mit 145 Stimmen für sich sichern und werden nun ebenfalls mit 1000€ gefördert. Gratulation! 

Für die Obdachlosenzeitung Streem - art & culture streetmagazine hat es mit 143 Stimmen ganz knapp nicht gereicht. Ebenfalls nicht gereicht hat es für die Material Mafia (137 Stimmen). Den beiden Projekten wünschen wir weiterhin viel Erfolg bei ihren Tätigkeiten! 

Hier geht’s direkt zur nächsten Abstimmung

Dresden im Votingfieber!

19. Juni 2018 10:31:23

meike.hornbostel

Ein absoluter Beteiligungsrekord! Über 2.000 Stimmen sind bei uns in den letzten zwei Wochen eingegangen – Wahnsinn! Mit knapp 200 Stimmen pro Projekt, wird deutlich, dass alle Ideen und Initiativen großartig sind. Dass da die Entscheidung schwerfällt, kann man am sehr knappen Abstimmungsergebnis erkennen.

Dennoch habt ihr eine Wahl getroffen und entschieden, welche Projekte mit jeweils 500€ gefördert werden sollen. Hier nun das finale und bereinigte Ergebnis:  

Der erste Platz geht dieses Mal an Lacrima mit 332 Stimmen – Herzlichen Glückwunsch!

Platz zwei sichert Konglomerat für sich mit 327 Stimmen – Gratulation dazu!

Der dritte Platz geht an den Jugendclub Kurti – auch euch Alles Gute!

Und den vierten Platz mit 276 Stimmen und ebenfalls eine Förderung erhält CoHousing Dresden, denen wir natürlich ebenfalls unsere Glückwünsche aussprechen.

Ganz knapp hat es diesmal leider nicht gereicht für Fußball Grenzenlos (274 Stimmen), Cambio e.V. (235 Stimmen), den Schellehof (210 Stimmen) und In Dresden Ankommen (182 Stimmen). Wir wünschen trotzdem ganz viel Erfolg bei euren weiteren Tätigkeiten!

Mit dem selbst reparierten Fahrrad aufs Straßenfest

16. Mai 2018 09:24:23

meike.hornbostel

Ihr habt die letzten Wochen fleißig eure Stimmen abgegeben und entschieden: Mit jeweils 1.000€ werden in dieser Runde das Suppe & Mucke Straßenfest (406 Stimmen) und die Selbsthilfewerkstätten Holz und Fahrrad (350 Stimmen) gefördert. Also nichts wie los, auf zur Selbsthilfewerkstatt, um das eingestaubte Rad selbst zu reparieren und dann ab zum Straßenfest!

Für Alarm im Bötzow-Kiez (238 Stimmen) und MusclePoweredEvents Berlin (238 Stimmen) hat es diesmal leider nicht gereicht. Wir wünschen trotzdem ganz viel Erfolg bei euren weiteren Tätigkeiten!
 

Hier geht’s direkt zur nächsten Abstimmung!

„TheGlassProject“ - Wo liegt die Grenze zwischen wertvoll und nutzlos?

4. Mai 2018 08:44:01

daniela.schaefer

Ein Kleinod erblickte uns nach einiger Suche auf dem Weg zum „GlassProject“, einem Glaskunst-Workshop für Obdachlose, den wir durch eure Stimmen im letzten Quartal fördern durften. Die Bildhauerwerkstatt des BBK in Wedding ist wirklich eine Oase für künstlerische Tätigkeiten. Nach einer Führung durch die verschiedenen Werkstätten kamen wir selber in den Genuss „Glaskunst“ entwerfen zu können, welche anschließend im professionellen Glasofen zu Kunst verschmolzen wurde. Internationale bildende Künstlerinnen stellten in dem Workshop verschiedenste Möglichkeiten der Glas-Verarbeitung vor. Glasmalerei und weitere Veredlung wurden dann nach dem Brennen in der Gemeinschaftsküche des Obdachlosen-Wohnhauses selber vollbracht.

Schon im Mai letzten Jahres startete das Glas-Kunst-Projekt „GlasGrenze“ im Obdachlosenhaus mit der Frage: „Wer zieht die Grenze zwischen wertvoll und nutzlos?“. So wurde altes Glas recycelt und in phantasievolle Unikate verwandelt. Zusammen mit den Obdachlosen wurde so der Blick nach unten auf das „allerletzte“ Glas gerichtet und im Juni der Öffentlichkeit präsentiert. Im November 2017 fanden die Workshops sogar wöchentlich statt. Gefordert wurde und wird dabei auch weiterhin eine strikte Alkohol-Abstinenz. Die Bewohner*innen zeigten eine erstaunliche Arbeitsmotivation ohne Pausenwunsch und arbeiteten auch zwischen den Workshops selbstständig weiter, sodass eine bessere Stimmungslage zum Vorschein kam und Dinge auch für andere mit Freude hergestellt wurden. Die Teilnehmer waren stolz auf sich und kamen so mit den Nachbar*innen ins Gespräch. Durch die Förderung von Quartiermeister kann dieses Projekt auch 2018 wieder umgesetzt werden. Einige Mitglieder des Quartiermeister Vereins machten sich auf, um das Projekt vor Ort zu besuchen und sich persönlich auszutauschen.

Vor Ort wurde sichtbar, dass das Geld insbesondere für die Miete des Glasofens, für den Transport der Hausbewohner*innen zum BBK hin und zurück, sowie für Aufwandsentschädigungen und Material verwendet wird. Zukünftig sollen weiterhin Workshops angeboten werden. Zurzeit wird intensiv an der bevorstehenden Ausstellung gearbeitet.

Die Ausstellung im Obdachlosen-Wohnhaus lädt zum offenen Diskurs ein!

Alle Interessierten und deren Freunde sind herzlich zur Ausstellungseröffnung am 1. Juni um 19 Uhr eingeladen. Die Arbeiten werden anschließend weiterhin vom 2. bis 3. Juni 2018 14.00- 19.00 Uhr zusammen mit den Kunstwerken internationaler renommierter Künstler im Obdachlosenwohnhaus in der Lübecker Str. 6 gezeigt. Ein paar unserer eigenen Kreationen werden auch zu sehen sein. Wir sind gespannt, was der Glasofen für uns gezaubert hat!

Glass Project e.V. wird geleitet von den Kuratoren Aleksandra Roth-Belkova und Lina Theodorou

http://www.theglassproject.de/glas-workshops.html