Unsere Vision

Unsere Vision ist eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft zum Wohle aller. Quartiermeister ist unser Weg, diese Vision umzusetzen. Wir arbeiten stets gemeinwohlorientiert und entscheiden nach eigens gesetzten Prinzipien. Das können wir, da wir komplett unabhängig von Investor*innen sind. Wir postulieren eine Wirtschaftsordnung jenseits von Profitmaximierung, Ausbeutung und Wachstumszwang. Von unseren Erlösen profitieren soziale Projekte in der Nachbarschaft. Das ist der Antrieb unserer Arbeit! Kontrolliert werden wir dabei von einem ehrenamtlichen Verein, an dem jede*r teilhaben kann. 

So funktionierts

Quartiermeister ist die erste gemeinwohlbilanzierte Biermarke Deutschlands und ein Social Business, bestehend aus einem Unternehmen und einem Verein. In jedem Quartiermeister Bier steck dabei Wirkung, denn jede Flasche fördert soziale Projekte in der Nachbarschaft. Das Unternehmen kümmert sich um den Verkauf und die Vermarktung des Bieres, während der Verein für die Mittelvergabe der Gewinne zuständig ist. Jede*r kann Teil des Vereins werden. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen fließt der von uns erzielte Gewinn nicht in private Taschen oder Anteilseigner*innen, sondern zurück in die Gesellschaft: in Projekte, die unsere Nachbarschaften bereichern - und zwar genau dort, wo Quartiermeister getrunken wird. Du kannst entweder online oder über den Verein mitentscheiden, wohin die Gelder fließen. Bis heute konnten wir dank Menschen wie dir über 200.000 Euro an mehr als 190 Projekte in der Region ausschütten.

Du trinkst dazu bei, dass gute Projekte in deiner Nachbarschaft gefördert werden!

Durch den Verkauf von Quartiermeister-Bier an Bars, Clubs oder Spätis entsteht in unserem Unternehmen Geld, mit dem wir zum einen unsere Kosten decken und zum anderen Projekte fördern. Unsere Gewinne sollen nicht durch Ausbeutung von Mensch und Natur erzielt werden. Deshalb versuchen wir, unsere Wertschöpfung so regional und korrekt wie möglich aufzubauen. So erhalten auch die Brauereien und die Händler ihren fairen Anteil. Je mehr wir verkaufen, umso mehr schütten wir an gute Projekte vor Ort aus.

Unsere Biere

Wir lassen für verschiedene Regionen in Deutschland verschiedene Biersorten von unseren regionalen, unabhängigen und mittelständischen Partnerbrauereien produzieren, um handwerkliche Betriebe zu unterstützen und um möglichst regional zu produzieren.

Quartiermeister wird nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Unsere Zutaten kommen durchweg aus Deutschland und im Rahmen der Möglichkeiten aus regionalen Anbaugebieten.

Klick auf die Region, in der du dich befindest.

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Die Brauereien

Wir arbeiten mit zwei unabhängigen Privatbrauereien zusammen: Der größte Teil Deutschlands (alle Bundesländer außer Baden-Württemberg und Bayern) wird von der familiengeführten Stadtbrauerei Wittichenau in der Oberlausitz versorgt, während die Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting bei München für den Süden produziert. 

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, mit unabhängigen und regionalen Brauereien zusammen zu arbeiten. Wir wollen so die  kleinständische Bierbranche stärken, die dem Druck der industriellen Großkonzerne ausgesetzt ist. 

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Transparenz

Wir haben den Anspruch, sinnvoll mit unseren Einnahmen umzugehen, sodass möglichst viel Geld für die Förderung sozialer und kultureller Projekte übrig bleibt. Damit ihr sehen könnt, dass wir uns dabei Mühe geben, veröffentlichen wir alle drei Monate unsere Einnahmen, Ausgaben und machen unsere Gehälter transparent.

 

 

Gemeinwohlökonomie

Dass wir Nachhaltigkeit ganzheitlich denken, verdeutlicht unser Gemeinwohlökonomie-Bericht. Als erste deutsche Biermarke ließen wir uns von der GWÖ bilanzieren. 665 Punkte sind ein sehr gutes Ergebnis, auf das wir stolz sind.

Team

Peter

Quartiermeister Berlin
Geschäftsführer
peter@quartiermeister.org

Mit einem Politikwissenschaftsstudium und großen Ambitionen kam Peter 2010 nach Berlin. Die Pläne Journalist zu werden durchkreuzte Sebastian, der Gründer von Quartiermeister, bei einem Bier. Peter war so von der Idee begeistert, dass er mit Sebastian den Verein gründete, Nonprofitmanagement studierte und schließlich mit David das Unternehmen startete. Seitdem agiert Peter im Bereich Strategie- und Gutelaunemanagement.

David

Quartiermeister Berlin
Geschäftsführer
david@quartiermeister.org

Im Anschluss seines dualen Studiums bei der Deutschen Bank wechselte David zeitig genug auf die gute Seite der Macht. Nach seiner Bachelorarbeit über "Social Entrepreneurship" lernte David über das Social Impact Lab Quartiermeister kennen und fing an, sich im Verein zu engagieren. 2012 gründete er mit Peter das Unternehmen und arbeitet seither an der Vision einer korrekten Wirtschaft.

Lisa

Quartiermeister Berlin
Projektförderung & Vereinskoordination
lisa@quartiermeister.org

Auf der Suche nach Unterstützung für ihr Theaterprojekt fand Lisa den richtigen Topf bei Quartiermeister. 2014 absolvierte sie ihr Praxis-semester beim Unternehmen und rutschte aufgrund ihrer großen Klappe relativ schnell & unvorbereitet in den Contentbereich. Als studierte Kulturarbeiterin ist sie mittlerweile für Quartiermeister ständig auf der Suche nach förderwürdigen Projekten & Kooperationen, hat die Quartiermeisterin ins Leben gerufen, ist die Schnittstelle zwischen Verein & Unternehmen.

Andre

Quartiermeister Ost
Vertrieb Sachsen (-Anhalt), Thüringen
andre@quartiermeister.org

Bei einer Vorlesung während seines BWL Studiums traf Andre erstmals auf die Idee von Quartiermeister. Voller Begeisterung meldete er sich daraufhin direkt bei uns und bot seine Hilfe bei der Etablierung der Marke in Dresden an. Mit viel Herzblut half Andre dem sozialen Bier sich in kürzester Zeit in der Stadt einen Namen zu machen. Nach der Beendigung seines Studiums ist er seit März 2017 Vollzeit dabei und kümmert sich um den Vertrieb im Bereich Quartiermeister Ost, auch über die Grenzen Sachsens hinaus.

Sylvie

Quartiermeister Berlin
Assistenz der Geschäftsführung
sylvie@quartiermeister.org

Sylvie hatte schon immer eine Schwäche für das Gute, Wahre und Schöne. Von kultureller Arbeit, über Mode & Film hat es sie nun nach einem Neuanfang zur Nachhaltigkeit verschlagen. Auch schön, da ihre frische Begeisterung fürs Konzept alle im Büro ansteckt. Seitdem ist sie bei Quartiermeister für das Wahre (Buchhaltung), das Schöne (Büroupgrade) und manchmal auch für das weniger Gute (Mahnungen) zuständig. Wer Quartiermeister anruft, darf ab jetzt Sylvies Stimme hören, mit dem wohl sympathischsten, versteckten, badischen Babbl Berlins.

Marko

Quartiermeister Berlin
Vertrieb
marko@quartiermeister.org

Als Handwerker passt Marko zu Quartiermeister wie der Hopfen zum Malz, denn Bierbrauen ist echtes Handwerk und Vertrieb ganz sicher auch. Nach langjähriger Erfahrung in der Kundenakquise und dem Vertriebsaufbau, kennt Marko als wacher Konsument die Berliner Gastro- & Clubszene wie seine eigene Westentasche und denkt proaktiv in alle Richtungen. Marko brennt und ist der Inbegriff eines Überzeugungstäters!

Annika

Quartiermeister Berlin
Marketing & PR
annika@quartiermeister.org

Nach ihrer Ausbildung zur Medienkauffrau und anschließendem Studium der Wirtschaftspsychologie legte Annika einen Master in nachhaltigem Ressourcenmanagement oben drauf. Erklärtes Ziel von Annika: Marketing mit Nachhaltigkeit und der guten Sache verbinden - voilà!

Tcuni

Quartiermeister Berlin
Vertrieb
tcuni@quartiermeister.org

Nach ihrem Abschluss zur Groß- und Außenhandelskauffrau beglückte Tcuni ab 2009 Modefachhändler mit Jeanskollektionen. Aus moralischen Gründen verließ Tcuni nach mehreren Jahren die Modewelt und ging statt dessen ausgiebig auf Reisen. Seit 2016 ist die Getränkewelt Tcunis zu Hause. Im Februar 2019 kam Tcuni zu Quartiermeister, um gerecht und nachhaltig im Sinne Aller zu wirtschaften.

Johanna

Quartiermeister Berlin
Vertriebsinnendienst
johanna@quartiermeister.org

Bereits vor ihrer Festanstellung bei Quartiermeister verkaufte Johanna als Barkeeperin unser Bier in der Werkstatt der Kulturen. Johanna studiert "Nachhaltige Wirtschaft" an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde und ist begeistert von unserem Unternehmen, da auch bei uns eine alternative Wirtschaftsweise praktiziert wird. Passend wie Arsch auf Eimer unterstützt Johanna unseren Vertriebsinnendienst.

Thomas

Quartiermeister Berlin
Qualitätsbeauftragter
thomas@quartiermeister.org

Als ausgebildeter Brauer und anschließendem Studium des Brauwesens ist Thomas bereits seit rund 30 Jahren in der Braubranche unterwegs und quasi mit allen Brauwassern gewaschen. Seit Ende 2019 ist Thomas als freier Ingenieur und Braumeister unterwegs und kümmert sich bei uns um alle Fragen zur Qualität und Produktion unserer Biere. Wir kennen Thomas durch unsere Kollaboration mit STONE Brewing, wo er bis Mitte 2019 in Mariendorf als Produktionsleiter tätig war.

Walter

Quartiermeister Wien
Vertrieb
walter@quartiermeister.org

Wie unser Bier schlägt Walter als Kellner und Barkeeper, Veranstalter und (gesellschafts-)politischer Aktivist Brücken, die auf den ersten Blick nicht besonders logisch erscheinen, jedoch offensichtlich möglich sind. Als er vor ein paar Jahren dann in der Meuterei über Quartiermeister stolperte, war er Feuer und Flamme für unser Konzept. Seit vergangenem Frühjahr bringt Walter Quartiermeister in Wien unter die Leute.

Julia

Quartiermeister Berlin
Verwaltung
julia@quartiermeister.org

Julia ist 2018 während ihres BWL-Studiums auf Quartiermeister gestoßen, woraufhin sie kurzerhand ein 6-monatiges Praktikum im Bereich Marketing bei uns absolvierte, da sie Feuer und Flamme für unsere gemeinwohlorientierte Wirtschaftsweise war. Seit Anfang 2020 ist sie zurück im HauptQuartier und unterstützt – passend zu ihrem Masterstudium Accounting & Controlling – die Bereiche Buchhaltung & Lagerverwaltung.

Gottfried

Quartiermeister Köln
Vetrieb
gottfried@quartiermeister.org

Als Gottfried im Jahr 2013 unseren Gründer Basti im Rahmen eines Vortrags zum Thema „alternative Wirtschaftsformen“ an der Uni Passau kennenlernte, war er Feuer und Flamme für das Quartiermeister-Modell. Einige Jahre später nahm Gottfried Kontakt zu uns auf, weil er unbedingt in seiner neuen Heimat – Köln – ein Quartiermeister-Kölsch an den Start bringen wollte. Daraus wurde zunächst nüscht, aber voilà – weitere drei Jahre später ist es endlich soweit und Gottfried bringt Quartiermeister in Köln unter die Leute. Ein eigenes Kölsch gibt’s zwar noch nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Julian

Quartiermeister Stuttgart
Vertrieb
julian@quartiermeister.org

Auf der Suche nach einem spannenden Social Business für eine Studienexkursion meldete sich Julian 2019 bei Quartiermeister. Begeistert vom Konzept und der Liebe zu gutem Bier gründete Julian gemeinsam mit Melissa die Vereinszelle Stuttgart. Ein Jahr später kümmert sich Julian um den Vertrieb im Kessel und will Quartiermeister und den Social Business-Gedanken von Berlin weiter in den Süden tragen.

Lenny

Quartiermeister Berlin
FÖJ
lenny@quartiermeister.org

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig etwas Gutes zu tun, ist Lenny auf Quartiermeister gestoßen. Seit September 2021 absolviert Lenny nun ein FÖJ bei Quartiermeister – zu 50% im Unternehmen und zu 50% im Verein. Eins von Lennys Zielen ist es, ein Stück dazu beizutragen, die Welt zu verändern. Das FÖJ ist der erste Schritt.

Lena

Quartiermeister Berlin
Praktikantin Social Media
lena@quartiermeister.org

Nach zweijähriger Reise mit ihrem Bus durch Spanien und Portugal hat Lena erkannt, dass man nicht viel zum Leben braucht. Ihr geht es nicht um den großen Erfolg Einzelner, sondern um das gesellschaftliche Gleichgewicht. Die Suche nach einem Praktikum in Rahmen ihres Wirtschaftspädagogikstudiums in einem Unternehmen, das in derselben Art und Weise denkt wie sie, brachte Lena zu uns nach Berlin. Nun unterstützt sie das Marketingteam und trägt die Mission von Quartiermeister über die Social Media Kanäle nach außen.

Verein

 

Our Mission: We wish for cultural diversity within our neighborhood, where small projects have a chance to help shape their community. Unfortunately, there is often little money or state support for these projects. This is where we come into action. We see ourselves as sponsors, dialogue partners and idea providers in the neighborhood as well as a body for the Quartiermeister GmbH enterprise. 

We vote for the projects which later go onto the online voting as well as ensuring transparency of the enterprise. Although the enterprise provides us with grant funds through the sale of beer, we sometimes organize events in order to finance ourselves or to support other projects in creative and fun ways! We network and motivate with our ideas! 

Next to regular events such as general meetings (four times a year), informal pub-meetings (every month) and meetings to select projects (ones every quarter), we meet in working groups, organize workshops, as well as discussion rounds. There are no borders for your individual event format in regard to the mission of Quartiermeister e.v.

 

What advantages do you have as a member?

You are helping to shape our society and to establish a new kind of economy. 

You are learning about local projects and supporting cultural diversity in your neighborhood..

You are able to network with a lot of great people.

You are learning how operating and democratic voting works in real life.

You are able to realize and finance your own projects.

You are having a lot of fun at our events and free beer, too.


Convinced? Get in touch with us today under mitmachen@quartiermeister.org. In Berlin over 25 members got involved with Quartiermeister e.v., in Dresden 15. Our locations in Leipzig, Stuttgart and Munich are currently growing because of the engagement of single individuals.  If there is no Quartiermeister in your city , you have the chance to work with us in order to expand to a new location.

Entstehung

 

Unser Gründer Sebastian hatte 2010 die Idee zu Quartiermeister. Er war auf der Suche nach einem Konzept, das soziales Engagement so einfach wie möglich macht, ohne mehr Zeit oder Geld dafür aufwenden zu müssen. Ihm kam der Gedanke, den Konsum eines Produktes mit einem gesellschaftlichen Mehrwert zu verknüpfen, einem Mehrwert der direkt vor Ort sichtbar ist. An einem Kneipenabend mit Freund*innen stieß er auf das Produkt Bier. Bier konsumiert man oft mit Freund*innen, es ist ein soziales Produkt, man unterhält sich gern darüber und es ist mit Emotionen aufgeladen. Bier trinken, Spaß haben und damit Gutes tun - eine nahezu perfekte Kombination. Daraufhin hat Sebastian eine Brauerei gesucht und das Bier in Berlin vertrieben. Nach 2 Jahren ging die Brauerei allerdings insolvent und wir wagten einen Neuanfang, als soziales Unternehmen und mit der neuen Brauerei in Wittichenau.

 

FAQ

 

Was bedeutet Social Business?

Bei Quartiermeister verfolgen wir einen ganz eigenen Ansatz des korrekten Wirtschaftens. Jedoch verstehen wir uns als Social Business im weiteren Sinne nach Mohammed Yunus, Gründer der Mikrokreditbank Grameen und Friedensnobelpreisträger 2006. Mit unserer Art des gemeinwohlorientierten Wirtschaftens möchten wir aufzeigen, dass es funktionierende Alternativen im bestehenden System gibt und die Transformation zu einer nachhaltig funktionierenden Gesellschaft (im Sinne der triple bottom line) bereits im vollen Gange ist. Seit 2018 sind wir Mitglied des Send e.V. (Social Entrepeneurship Netzwerk Deutschland) und vertreten unsere Interessen nun auch zunehmend in der Politik.

 

 

Wie funktioniert die Doppelstruktur aus Verein und Unternehmen?

Während sich das Unternehmen um den Vertrieb & die Vermarktung des Produktes kümmert, übernimmt der Verein den Fördermittelvergabeprozess, fungiert als Gesprächspartner im Kiez und kontrolliert das Unternehmen. Tatsächlich entstand die Idee hinter Quartiermeister zuerst mit dem Verein, der das Bier ehrenamtlich in Berlin Neukölln vertrieb. Mittlerweile arbeiten im Unternehmen zehn festangestellte Personen, während sich im offenen Verein über 50 Mitglieder regelmäßig engagieren. Die Doppeltstruktur hilft uns eine unabhängige Förderung zu garantieren und unseren Prinzipien treu zu bleiben. Es ermöglicht ebenfalls, dass jede*r an der Vision von Quartiermeister mitwirken & eigene Projekte über den Träger verwirklichen kann.

 

 

Warum Bier und kein anderes Produkt?

Für uns ist Bier ein soziales Produkt. Wir trinken es gerne mit Freund*innen in der Bar oder unter freiem Himmel, unterhalten uns dabei und haben eine gesellige Zeit. Darüber hinaus ist Bier in Deutschland ein stark regional verankertes Produkt. Seit einigen Jahren leiden unabhängige, kleine und mittelgroße Brauereien in Deutschland unter dem Druck der Großbrauereien. Sie werden geschluckt oder gehen insolvent. Wir möchten diesem Trend entgegenwirken und die bunte Bierlandschaft mit ihrer Geschmacksvielfalt bewahren.

Das heißt nicht, dass Quartiermeister nicht irgendwann auch ein anderes Produkt sein kann - ganz im Gegenteil. Das Besondere an Quartiermeister ist, dass fast jedes Konsumgut an die Quartiermeister-Prinzipien angepasst ein korrektes Konsumgut sein kann.

 

 

Findet ihr die Verbindung von Alkohol und Sozialem nicht kritisch?

Wir erkennen, dass diese Verbindung nicht ganz widerspruchsfrei ist. Es ist nicht unser Anliegen, dass Menschen durch uns mehr Alkohol konsumieren. Unser Ziel ist vielmehr, eine gute Alternative zu bestehenden Bieren zu bieten. Unser Marketing zielt nicht darauf ab, Menschen zum Biertrinken zu animieren, sondern ihren bisherigen Konsum mit einem sozialen Mehrwert zu verknüpfen.

Bezogen auf die Förderung von Projekten erläutern wir den Antragsteller*innen, wie unser Geld entsteht und überlassen ihnen die Entscheidung, ob sie mit diesem Geld arbeiten wollen.

 

 

Woher kommt das Bier genau?

Das Bier für die Region Nord (alle Bundesländer außer Bayern und Baden-Württemberg) kommt aus der Stadtbrauerei Wittichenau in der Lausitz, das Bier für die Region Süd (Bayern und Baden-Württemberg aus der Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting. Die bewusste Entscheidung für diese Brauereien fiel aus folgenden Gründen:

  • Das Bier schmeckt gut
  • Bei den Brauereien handelt es sich um unabhängige (familiengeführte) Brauereien. Es ist uns wichtig, bestehende Strukturen zu nutzen und mittelständische Brauereien zu unterstützen, die zunehmenden Druck großer Konzerne ausgesetzt sind
  • Bier ist ein regionales Produkt und wir möchten, soweit es möglich ist, für die verschiedenen Regionen auch regionale Rohstoffe verwenden
  • Die Brauereien identifizieren sich mit der Idee von Quartiermeister und unterstützen unsere Arbeit

Aufgrund dieser Prinzipien konnten wir keine passende Brauerei in der Nähe von Berlin finden. Die großen Berliner Brauereien sind allesamt im Besitz der Radeberger-Unternehmensgruppe, die wiederum Dr. Oetker, einem der größten, deutschen Lebensmittelkonzerne gehört. Wir sind gegen Konzernstrukturen, da es für Konzerne aus Investoren*innen- und Eigentümer*innensicht notwendig ist, kurzfristige Gewinne zu machen und diese über langfristiges und gemeinwohlorientiertes Engagement zu stellen. Diese Profitorientierung führt in vielen Fällen zur Ausbeutung von Mensch und Natur. Das wollen wir ändern und arbeiten deshalb so gut es geht mit unabhängigen, regionalen Partner*innen zusammen.

 

 

Warum braut ihr das Bier nicht selbst?

Thomas Tyrell, Ingenieur für Brauwesen und ehemals leitender Brauer der STONE Brewing in Berlin-Mariendorf, unterstützt uns tatkräftig im Produktions- und Qualitätsmanagement. Mit seinen über 30 Jahren Berufserfahrung in der Bier-Branche ist Thomas mit allen (Brau-) Wassern gewaschen. Wir brauen allerdings nicht selbst. Von Anfang an war es uns ein Anliegen, bestehende Produktionsstrukturen zu nutzen und mit ihnen Peer-to-Peer (fair & auf Augenhöhe) zusammenzuarbeiten. Für eigene Produktionsanlagen fehlt uns durch unser Fördermodell & unsere Unabhängigkeit das Investitionskapital und außerdem können wir so bestehende kleine Betriebe unterstützen und regionaler arbeiten.

 

 

Warum ist euch Unabhängigkeit so wichtig?

Wir sind unabhängig von Investor*innen und Anteilseigner*innen, damit wir unsere Entscheidungen selbst treffen und unseren Prinzipien treu bleiben können. Wir arbeiten demnach nicht, um externen Renditeerwartungen gerecht zu werden oder möglichst schnell zu wachsen, sondern können uns qualitativ und organisch entwickeln. Wir behalten ganzheitlich unsere Vision im Auge und müssen niemandem Rechenschaft ablegen, außer uns selbst, unseren Konsument*innen und unserem Verein. Wir finden, Großkonzerne üben durch ihre Vormachtstellung zu großen Einfluss auf Politik und Zivilgesellschaft aus. Und selten sind sich Konsument*innen wirklich bewusst, von wem oder was sie gerade ein Produkt kaufen. Während der deutsche Biermarkt eine Vielfalt vorgaukelt, liegen die meisten Biere in der Hand von Dr. Oetker (Radeberger Gruppe), Anheuser-Busch Inbev SAB-Miller und Carlsberg. Wir sind und bleiben die unabhängige Alternative.

 

 

Seit 2013 ist der Gewinn pro Liter gesunken. Warum?

Der Gewinn pro Liter ist seit 2013 gesunken, weil Quartiermeister von 2010 bis 2013 ein ehrenamtliches Studierenden- bzw. Vereinsprojekt war und keine Gehälter gezahlt wurden. Dementsprechend konnte der Großteil des Umsatzes an Projekte gegeben werden. Seit 2014 sind wir ein Unternehmen, das auch nach innen sozial agieren will und den zehn Menschen, die dafür arbeiten, einen Lohn bezahlt. Durch die stetige Professionalisierung der Arbeit ist der Gesamtumsatz und damit auch der soziale Gewinn insgesamt stark angestiegen. Das ist der Grund, weshalb der Anteil pro Liter zwar gesunken, der gesamte soziale Gewinn pro Jahr jedoch immer weiter gestiegen ist (2016: 17.000 Euro, 2017: 28.000 Euro, 2018: 35.000 Euro, 2019: 45.000 Euro). Mit unserem Verein diskutieren wir jährlich unsere Geschäftszahlen und projizieren unsere erwartete Entwicklung. Vor ihm rechtfertigen wir unser unternehmerisches Handeln und unsere Zahlen und er bestimmt, was mit den Gewinnen geschieht. Wenn du auch Interesse daran hast, Quartiermeister mitzugestalten und Einfluss zu nehmen, melde dich bei uns unter mitmachen@quartiermeister.org.

 

 

Was bedeutet regional wirksam?

Wir möchten mit unserer Arbeit nicht am anderen Ende der Welt eine gesellschaftliche Wirkung zum Wohle aller erzielen, sondern unmittelbar dort, wo Quartiermeister getrunken wird. Diese Wirkung erzielen wir durch die Förderung sozialer und kultureller Projekte in den jeweiligen Städten und Regionen. Die Höhe der Fördergelder für die einzelnen Städte ergibt sich aus der vertrunkenen Litermenge im jeweiligen Quartier. So kann jede*r einzelne aktiv für den guten in der eigenen Nachbarschaft „beitrinken“. Wie viele Liter wir verkaufen und wie hoch die Fördergelder in den jeweiligen Regionen ausfallen, kommunizieren wir quartalsweise in unseren Transparenzberichten.

 

 

Warum wurde eines der Prinzipien von „regional“ in „regional wirksam“ umbenannt?

Die Umbenennung bzw. Anpassung des Regionalitätsprinzips ist in der (Weiter-) Entwicklung von Quartiermeister begründet. Ursprünglich bedeutete für uns „regional“, dass wir ausschließlich mit regionalen Produzenten zusammenarbeiten, um wirtschaftliche Strukturen in der Region zu stärken und Lieferwege möglichst gering zu halten. Der Produzent ist in unserem Fall die Brauerei, die für uns Quartiermeister nach unseren eigenen Rezepten braut. Die Stadtbrauerei Wittichenau befindet sich in der Lausitz in Sachsen, ca. 170 km von Berlin entfernt.  Anfangs haben wir Quartiermeister ausschließlich in Berlin verkauft, wo im Jahr 2010 alles begann. Dass wir unser Bier nicht in Berlin herstellen lassen, liegt daran, dass es zu der Zeit keine unabhängige Brauerei gab, die nicht zur Radeberger-Gruppe gehörte und wir aktiv kleine und mittelständische Brauereien unterstützen möchten, die dem zunehmenden Druck von Großkonzernen ausgesetzt sind. Eine eigene Brauerei aufzubauen ist nicht unser Ziel, da wir vorhandene Kapazitäten nutzen wollen. Das spart nicht nur (finanzielle) Ressourcen. Wir können so auch aktiv daran mitwirken, dass sich die Brauereien nachhaltig weiterentwickeln. Auf unser Streben hat sich bspw. die Stadtbrauerei Wittichenau bio-zertifizieren lassen, bezieht Öko-Strom und ist auf einen regionaleren Malz-Lieferanten umgestiegen.

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich Quartiermeister weiterentwickelt. Es kamen immer mehr Quartiere hinzu, in denen wir unser Bier verkaufen und in denen wir soziale und kulturelle Projekte fördern. Um an unserem Anspruch, so regional wie möglich zu wirtschaften, festzuhalten, haben wir eine weitere Kooperation mit der Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting in der Nähe von München aufgebaut, die Quartiermeister-Bier für den Süden Deutschlands braut.

Mittlerweile gibt es Quartiermeister auch in entfernteren Quartieren, wie z.B. Wien und Köln. In diesem Fall legt unser Bier tatsächlich einen weiteren Weg zurück, sodass wir es nicht korrekt fänden, weiterhin von „regional“ zu sprechen. Der Antrieb für unsere Arbeit, die DNA von Quartiermeister ist jedoch immer die Förderung sozialer und kultureller Projekte gewesen. Je mehr Bier wir verkaufen, desto mehr Projekte können wir fördern. Und das passiert genau dort, wo Quartiermeister getrunken wird – daher ist Quartiermeister „regional wirksam“.

Nichtsdestotrotz bemühen wir uns, weiterhin so regional wie möglich zu wirtschaften. Momentan laufen Gespräche mit einer möglichen Kooperations-Brauerei in der Mitte Deutschlands, durch die wir perspektivisch den Norden und Westen Deutschlands versorgen möchten.

 

Ist das Bier bio-zertifiziert?

Im Oktober 2015 haben wir unser erstes Bio-Pils nach eigenem Rezept auf den Markt gebracht. Seit Ende 2017 gibt es unser Rotbier in Bioqualität im Osten und seit 2018 unser Bio-Helles im Süden. Damit sind wir neben sozial und regional nun auch ökologisch. Damit kommen wir unserem Ziel, ein möglichst nachhaltiges Produkt zu schaffen, einen großen Schritt näher. Wir verstehen das Bio-Bier als noch korrektere Erweiterung zu unserem konventionellen Bier, das wir aus wirtschaftlichen Gründen weiterhin vertreiben werden.

 

 

Ist das Bier vegan?

Unsere Biere sind an sich vegan. Uns ist es bisher nicht möglich, für die Flasche einen Etikettenkleber aus nicht-tierischen Produkten zu verwenden, da die Eigenschaften des Klebers eine andere Abfüllmethode benötigen als die, die für unsere Brauereien technologisch möglich sind.

 

 

Warum gibt es kein einheitliches Rezept für alle Standorte?

Wir haben uns bewusst dazu entschieden, das Bier und auch den Geschmack regional zu halten. Wir lieben die vielfältige Bierlandschaft und experimentieren mit Geschmäckern und Neuinterpretationen. Dennoch haben wir gewisse Rezepte von der einen Brauerei in die andere übertragen können, sodass die Sorten recht ähnlich schmecken. Das Bio-Pils wurde besipielsweise zunächst nur von der Stadtbrauerei Wittichenau gebraut, seit einigen Jahren produziert es auch Gut Forsting.

 

 

Wer verbirgt sich hinter den Gesichtern auf den Flaschen?

Der Mann auf der Flasche des Original-Pils ist der Quartiermeister. Er kümmert sich um das Wohl in seiner Nachbarschaft. Die Person ist ein Sinnbild für alle, die Quartiermeister verkaufen, trinken, Projekte ins Leben rufen und ihren Kiez unterstützen. Seit Juli 2017 gibt es nun auch die Quartiermeisterin. 50% der Etiketten sind seitdem mit einer Frau bedruckt. Mit der Kampagne möchten wir ein Zeichen gegen Sexismus und Stereotype in der (Bier-)Werbung und für Gleichberechtigung setzen. Mehr Infos dazu auf www.quartiermeisterin.org

Seit Ende 2019 tragen alle unsere Sorten ihr eigenes Gesicht. Dort, wo sich bis dato der Quartiermeister und die Quartiermeisterin die Etiketten im Verhältnis 50:50 geteilt haben, blicken uns mittlerweile insgesamt sieben verschiedene Augenpaare entgegen. Unterschiedlicher könnten die Figuren dabei nicht sein. Und das ist Absicht! Als politisches Unternehmen, das seine Werte offen sowohl nach innen als auch nach außen vertritt, möchten wir unsere Etiketten für unsere Message nutzen: Die verschiedenen Gesichter bilden die gesellschaftliche Diversität ab, in der wir leben. Alle Menschen sind schön und gut, unabhängig davon, wie sie aussehen, wo sie herkommen, welchem Geschlecht oder welcher sexuellen Orientierung sie sich zuordnen..

Darüber hinaus bezwecken wir, mit unseren Etiketten zu zeigen, dass jede*r ein*e Quartiermeister*in sein kann. Soziale Verantwortung für unsere Mitmenschen übernehmen, nachbarschaftlichen Zusammenhalt stärken – darum geht’s uns. Und darum geht es auch den mittlerweile drei lebenden Figuren, die drei unserer Sorten zieren …

Alle Hintergünde zu den Gesichtern auf unseren Flaschen lest ihr hier.

 

 

Wozu das Sternchen?

Auf unserer Homepage, allen Onlineauftritten und auch auf unseren Flaschen haben wir uns seit längerer Zeit bewusst dazu entschieden, das Gendersternchen zu benutzen. Das Sternchen ist (ähnlich der Suchfunktionen am Computer) als offener Platzhalter gedacht. Es ist ein Zwischenraum, jenseits der Begrifflichkeiten von „Mann“ und „Frau“. Quartiermeister*in wendet sich gegen Stereotypen und Geschlechterklischees und damit auch gegen den Ausschluss bzw. die Diskriminierung von Menschen, die sich nicht in diese Rollen einteilen können oder wollen.

 

 

Ich möchte, dass es Quartiermeister in meiner Stadt gibt! Was kann ich tun?

Befindet sich deine Stadt in einer unserer abgedeckten Regionen Ost/Süd, kannst du dich direkt an mitmachen@quartiermeister.org wenden. Du kannst den Vertrieb unseres Bieres aktiv unterstützen & mitgestalten, uns deine Lieblingskneipen verraten und ein ganz eigenes Quartier nach unseren Prinzipien & Möglichkeiten aufbauen!

 

 

Zum Wohle aller - Was meint ihr damit genau?

Seit 2010 setzt sich Quartiermeister für eine gerechte Wirtschaft zum Wohle aller ein. Jede Flasche fördert dabei soziale und kulturelle Projekte in der Nachbarschaft. So fließt ein Teil unseres Gewinns zurück in die Gesellschaft, von dem möglichst viele Menschen profitieren. Mit unserem Claim möchten wir ausdrücken, dass Quartiermeister genau zu diesem Zweck im Jahr 2010 gegründet wurde: einen sozialen Mehrwert durch ein alltägliches Konsumgut zu schaffen, der vielen Menschen zu Gute kommt.

 

 

Ich will mehr über Quartiermeister wissen. Was kann ich tun?

Wir freuen uns, allen Interessierten mehr über unser soziales Geschäftsmodell und unsere Vision zu erzählen, denn wir sind dafür angetreten, soziales Unternehmertum weiter zu verbreiten, um die Wirtschaft in Zukunft nachhaltig(er) und gerecht(er) zu gestalten. Ihr seid Studierende und möchtet Quartiermeister in eurer Abschlussarbeit thematisieren? Ihr seid angehende Unternehmer*innen und möchtet selbst ein Social Business aufbauen, wisst aber noch nicht genau, wie das geht? Oder seid ihr auf der Suche nach inspirierenden Vorträgen an euren Schulen und/oder Unis? Sprecht uns an - wir versuchen, euch so gut es geht zu unterstützen. Am besten schickt ihr uns dazu eine Mail an info@quartiermeister.org. Bitte habt Verständnis, dass wir nicht immer alle Anfragen sofort beantworten oder erfüllen können.