Unsere Vision

Unsere Vision ist eine gerechtere Wirtschaft, die für den Menschen da ist. Quartiermeister ist unser Weg, diese Vision umzusetzen. Wir arbeiten stets gemeinwohlorientiert & entscheiden nach eigens gesetzten Prinzipien. Das können wir, da wir komplett unabhängig von Investitionen sind. Wir postulieren eine Wirtschaftsordnung jenseits von Profitmaximierung, Ausbeutung und Wachstums- zwang. Von unseren Erlösen profitieren soziale Projekte in der Nachbarschaft. Das ist der Antrieb unserer Arbeit! Kontrolliert werden wir dabei von einem ehrenamtlichen Verein, an dem jede*r teilhaben kann. 

So funktionierts

Quartiermeister ist eine Biermarkt und ein Social Business, bestehend aus einem Unternehmen und einem Verein. Pro verkauftem Liter spenden wir 10 Cent an soziale Pojekte in der Nachbarschaft. Das Unternehmen kümmert sich um den Verkauf und die Vermarktung des Bieres, während der Verein für die Mittelvergabe der Gewinne zuständig ist. Jede*r kann Teil des Vereins werden. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen fließt der von uns erzielte Gewinn nicht in private Taschen oder Anteilseigner*innen, sondern zurück in die Gesellschaft: in Projekte, die unsere Nachbarschaften bereichern - und zwar genau dort, wo Quartiermeister getrunken wird. Du kannst entweder online oder über den Verein mitentscheiden, wohin die Gelder fließen. Bis heute konnten wir dank Menschen wie dir über 140.000 Euro an mehr als 130 Projekte in den Nachbarschaften unserer Verkaufsorte ausschütten.

Du trinkst dazu bei, dass gute Projekte in deiner Nachbarschaft gefördert werden!

Durch den Verkauf von Quartiermeister-Bier an Bars, Clubs oder Spätis entsteht in unserem Unternehmen Geld, mit dem wir zum einen unsere Kosten decken und zum anderen Projekte fördern. Der soziale Erlös ist dabei direkt an den Bierverkauf gekoppelt. Wir fördern mit einem festen Satz von 10 Cent pro Liter. Unsere Gewinne sollen nicht durch Ausbeutung von Mensch und Natur erzielt werden. Deshalb versuchen wir, unsere Wertschöpfung so regional und korrekt wie möglich aufzubauen. So erhalten auch die Brauereien und die Händler ihren fairen Anteil. Je mehr wir verkaufen, umso mehr schütten wir an gute Projekte vor Ort aus.

Unsere Biere

Quartiermeister - Zum Wohle Aller (Region Ost)

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Quartiermeister - Zum Wohle Aller (Region Süd)

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Unsere Biere sind handwerklich und traditionell in unabhängigen, mittelständischen Brauereien nach dem deutschen Reinheitsgebot hergestellt. Unsere Zutaten kommen durchweg aus Deutschland und im Rahmen der Möglichkeiten aus regionalen Anbaugebieten.

 

Die Brauereien

Brauerei Wittichenau - Zum Wohle aller

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Brauerei Gut Forsting - Zum Wohle aller

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Wir haben uns bewusst dafür entschieden, mit unabhängigen und regionalen Brauereien zusammen zu arbeiten. Wir wollen so die traditionelle, mittelständische Bierbranche stärken, die dem Druck einzelner Großkonzerne ausgesetzt ist. Das Bier für die Region Süd kommt aus der Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting, das Bier für die Region Ost kommt aus der Stadtbrauerei Wittichenau.

 

Transparenz

Wir haben den Anspruch, sinnvoll mit unseren Einnahmen umzugehen, sodass möglichst viel Geld für die Förderung guter Projekte übrig bleibt. Damit ihr sehen könnt, dass wir uns dabei Mühe geben, veröffentlichen wir alle drei Monate unsere Einnahmen, Ausgaben und machen unsere Gehälter transparent.

Dass wir Nachhaltigkeit ganzheitlich denken, verdeutlicht unser Gemeinwohlökonomie-Bericht. Als erste deutsche Biermarke ließen wir uns von der GWÖ bilanzieren. 665 Punkte sind ein sehr gutes Ergebnis, auf das wir stolz sind.

Team

Peter

Quartiermeister Berlin
Geschäftsführer
peter@quartiermeister.org

Mit einem Politikwissenschaftsstudium und großen Ambitionen kam Peter 2010 nach Berlin. Die Pläne Journalist zu werden durchkreuzte Sebastian, der Gründer von Quartiermeister, bei einem Bier. Peter war so von der Idee begeistert, dass er mit Sebastian den Verein gründete, Nonprofitmanagement studierte und schließlich mit David das Unternehmen startete. Seitdem agiert Peter im Bereich Strategie- und Gutelaunemanagement.

David

Quartiermeister Berlin
Geschäftsführer
david@quartiermeister.org

Im Anschluss seines dualen Studiums bei der Deutschen Bank wechselte David zeitig genug auf die gute Seite der Macht. Nach seiner Bachelorarbeit über "Social Entrepreneurship" lernte David über das Social Impact Lab Quartiermeister kennen und fing an, sich im Verein zu engagieren. 2012 gründete er mit Peter das Unternehmen und arbeitet seither an der Vision einer korrekten Wirtschaft.

Lisa

Quartiermeister Berlin
Projektförderung & Vereinskoordination
lisa@quartiermeister.org

Auf der Suche nach Unterstützung für ihr Theaterprojekt fand Lisa den richtigen Topf bei Quartiermeister. 2014 absolvierte sie ihr Praxis-semester beim Unternehmen und rutschte aufgrund ihrer großen Klappe relativ schnell & unvorbereitet in den Contentbereich. Als studierte Kulturarbeiterin ist sie mittlerweile für Quartiermeister ständig auf der Suche nach förderwürdigen Projekten & Kooperationen, hat die Quartiermeisterin ins Leben gerufen, ist die Schnittstelle zwischen Verein & Unternehmen.

Andre

Quartiermeister Ost
Vertrieb Sachsen (-Anhalt), Thüringen
andre@quartiermeister.org

Bei einer Vorlesung während seines BWL Studiums traf Andre erstmals auf die Idee von Quartiermeister. Voller Begeisterung meldete er sich daraufhin direkt bei uns und bot seine Hilfe bei der Etablierung der Marke in Dresden an. Mit viel Herzblut half Andre dem sozialen Bier sich in kürzester Zeit in der Stadt einen Namen zu machen. Nach der Beendigung seines Studiums ist er seit März 2017 Vollzeit dabei und kümmert sich um den Vertrieb im Bereich Quartiermeister Ost, auch über die Grenzen Sachsens hinaus.

Sylvie

Quartiermeister Berlin
Assistenz der Geschäftsführung
sylvie@quartiermeister.org

Sylvie hatte schon immer eine Schwäche für das Gute, Wahre und Schöne. Von kultureller Arbeit, über Mode & Film hat es sie nun nach einem Neuanfang zur Nachhaltigkeit verschlagen. Auch schön, da ihre frische Begeisterung fürs Konzept alle im Büro ansteckt. Seitdem ist sie bei Quartiermeister für das Wahre (Buchhaltung), das Schöne (Büroupgrade) und manchmal auch für das weniger Gute (Mahnungen) zuständig. Wer Quartiermeister anruft, darf ab jetzt Sylvies Stimme hören, mit dem wohl sympathischsten, versteckten, badischen Babbl Berlins.

Marko

Quartiermeister Berlin
Vertrieb
marko@quartiermeister.org

Als Handwerker passt Marko zu Quartiermeister wie der Hopfen zum Malz, denn Bierbrauen ist echtes Handwerk und Vertrieb ganz sicher auch. Nach langjähriger Erfahrung in der Kundenakquise und dem Vertriebsaufbau, kennt Marko als wacher Konsument die Berliner Gastro- & Clubszene wie seine eigene Westentasche und denkt proaktiv in alle Richtungen. Marko brennt und ist der Inbegriff eines Überzeugungstäters!

Annika

Quartiermeister Berlin
Marketing & PR
annika@quartiermeister.org

Nach ihrer Ausbildung zur Medienkauffrau und anschließendem Studium der Wirtschaftspsychologie legte Annika einen Master in nachhaltiges Ressourcenmanagement oben drauf. Erklärtes Ziel von Annika: Marketing mit Nachhaltigkeit verbinden - voilà!

Tcuni

Quartiermeister Berlin
Vertrieb
tcuni@quartiermeister.org

Nach ihrem Abschluss zur Groß- und Außenhandelskauffrau beglückte Tcuni ab 2009 Modefachhändler mit Jeanskollektionen. Aus moralischen Gründen verließ Tcuni nach mehreren Jahren die Modewelt und ging statt dessen ausgiebig auf Reisen. Seit 2016 ist die Getränkewelt Tcunis zu Hause. Im Februar 2019 kam Tcuni zu Quartiermeister, um gerecht und nachhaltig im Sinne Aller zu wirtschaften.

Benni

Quartiermeister München
Vertrieb
benjamin@quartiermeister.org

Benni's Bier-Begeisterung ist kein neues Phänomen. Bereits während seines Studiums der Kommunikations- und Medienwissenschaften ließ er nachts hinterm Tresen die (Kron-) Korken knallen. Die Liebe zu Gastronomie wuchs, der Drang, für das Gemeinwohl zu arbeiten, auch... So war es nur eine Frage der Zeit bis sich die Wege von Benni und Quartiermeister kreuzten. Seither kümmert sich Benni um den Vertrieb in Bayern.

Max

Quartiermeister Baden-Württemberg
Vertrieb
maximilian@quartiermeister.org

Max ist schon eine halbe Ewigkeit im Getränkemarkt unterwegs. Auf der Suche nach einer sinnvollen Arbeit hat ihn seine Leidenschaft für regionale, kleine Biere und die Gastronomie zu Quartiermeister gebracht. Steht's von der guten Seite der Macht geleitet, hat Max in der Vergangenheit das erste Foodsharing Café Raupe Immersatt in Stuttgart mitgegründet.

Adrian

Quartiermeister Berlin
Vertriebsinnendienst
adrian@quartiermeister.org

Adrian studiert Unternehmensmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Durch sein Studium stolperte er im Rahmen einer Vorlesung zum Thema Social Entrepreneurship über Quartiermeister und war sofort Feuer und Flamme. Als studentische Hilfskraft unterstützt Adrian unseren Außendienst und kümmert sich um Veranstaltungen und Events.

Verein

DIE MISSION: Wir wünschen uns kulturelle Vielfalt in einem nachbarschaftlichen Kiez, in dem auch kleine Projekte die Chance haben, aktiv Ihren Wohnort und dessen Freiräume mitzugestalten. Leider fehlen gerade für kleine Projekte Gelder & staatliche Unterstützung. Hier kommen wir zum Einsatz. Wir sehen uns als Förderer, Gesprächspartner und Ideengeber im Kiez, sowie als Kontrollorgan des Unternehmens Quartiermeister GmbH.

KONKRET: Wir stimmen ab, welche Projekte in die Onlineabstimmung gehen und sorgen für Transparenz & Prinzipientreue der GmbH, welche uns durch den Bierverkauf Fördergelder zur Verfügung stellt. Wir zapfen aber auch mal selbst Bier auf Veranstaltungen oder schmeißen Partys, um uns selbst zu finanzieren oder mit einer gewissen Portion Spaß andere Projekte zu unterstützen. Wir vernetzen und motivieren mit Anstößen & Ideen!

Neben den regulären Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen (4x jährlich), informellen Kneipenabenden (monatlich) und Projektauswahltreffen (1x pro Quartal), treffen wir uns in Arbeitsgruppen zu thematischen Schwerpunkten, veranstalten Workshops, Diksussionsrunden, Retreats & Projektnetzwerktreffen. Deinen Ideen für ein eigenes Veranstaltungsformat mit Hinblick auf die Mission von Quartiermeister e.V. sind keine Grenzen gesetzt.

Was hast du als Mitglied davon?

Du hilfst mit, unsere Gesellschaft zu verändern und eine neue Art des Wirtschaftens zu etablieren.
Du lernst Projekte aus deinem Kiez kennen und förderst kulturelle Vielfalt in deiner Umgebung.
Du hast eine Menge Spaß auf unseren Veranstaltungen und Freibier gibt’s auch.
Du kannst dich vernetzen und eine Menge Leute kennenlernen.
Du lernst wie demokratisches Handeln und Abstimmen in der Realität praktisch abläuft.
Du kannst deine eigenen Projekte realisieren & finanzieren.

Überzeugt? Dann melde dich noch heute bei mitmachen@quartiermeister.org. In Berlin engagieren sich über 25 Mitglieder, in Dresden über fünfzehn. Die Zellen in Leipzig & München wachsen gerade durch das Engagement Einzelner. Sollte es in deiner Stadt noch kein Quartiermeister geben, hast du die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit uns deine ganz eigene Zelle aufzubauen. Ein Leitfaden ist dafür im Aufbau.

Icon Vereinssatzung (70,5 KB) Icon Mitgliedsantrag (84,2 KB)

Entstehung

 

Unser Gründer Sebastian hatte 2010 die Idee zu Quartiermeister. Er war auf der Suche nach einem Konzept, das soziales Engagement so einfach wie möglich macht, ohne mehr Zeit oder Geld dafür aufwenden zu müssen. Ihm kam der Gedanke, den Konsum eines Produktes mit einem gesellschaftlichen Mehrwert zu verknüpfen, einem Mehrwert der direkt vor Ort sichtbar ist. An einem Kneipenabend mit Freund*innen stieß er auf das Produkt Bier. Bier konsumiert man oft mit Freund*innen, es ist ein soziales Produkt, man unterhält sich gern darüber und es ist mit Emotionen aufgeladen. Bier trinken, Spaß haben und damit Gutes tun - eine nahezu perfekte Kombination. Daraufhin hat Sebastian eine Brauerei gesucht und das Bier in Berlin vertrieben. Nach 2 Jahren ging die Brauerei allerdings insolvent und wir wagten einen Neuanfang, als soziales Unternehmen und mit der neuen Brauerei in Wittichenau.

 

FAQ

 

 

Was bedeutet Social Business?

Bei Quartiermeister verfolgen wir einen ganz eigenen Ansatz des korrekten Wirtschaftens. Jedoch verstehen wir uns als Social Business im weiteren Sinne nach Mohammed Yunus, Gründer der Mikrokreditbank Grameen und Friedensnobelpreisträger 2006. Mit unserer Art des gemeinwohlorientierten Wirtschaftens möchten wir aufzeigen, dass es funktionierende Alternativen im bestehenden System gibt und die Transformation zu einer nachhaltig funktionierenden Gesellschaft (im Sinne der triple bottom line) bereits im vollen Gange ist. Seit 2018 sind wir Mitglied des Send e.V. (Social Entrepeneurship Netzwerk Deutschland) und vertreten unsere Interessen nun auch zunehmend in der Politik.

 

 

Wie funktioniert die Doppelstruktur aus Verein und Unternehmen?

Während sich das Unternehmen um den Vertrieb & die Vermarktung des Produktes kümmert, übernimmt der Verein den Fördermittelvergabeprozess, fungiert als Gesprächspartner im Kiez und kontrolliert das Unternehmen. Tatsächlich entstand die Idee hinter Quartiermeister zuerst mit dem Verein, der das Bier ehrenamtlich in Berlin Neukölln vertrieb. Mittlerweile arbeiten im Unternehmen zehn festangestellte Personen, während sich im offenen Verein über 50 Mitglieder regelmäßig engagieren. Die Doppeltstruktur hilft uns eine unabhängige Förderung zu garantieren und unseren Prinzipien treu zu bleiben. Es ermöglicht ebenfalls, dass jede*r an der Vision von Quartiermeister mitwirken & eigene Projekte über den Träger verwirklichen kann.

 

 

Warum Bier und kein anderes Produkt?

Für uns ist Bier ein soziales Produkt. Wir trinken es gerne mit Freund*innen in der Bar oder unter freiem Himmel, unterhalten uns dabei und haben eine gesellige Zeit. Darüber hinaus ist Bier in Deutschland ein stark regional verankertes Produkt. Seit einigen Jahren leiden unabhängige, kleine und mittelgroße Brauereien in Deutschland unter dem Druck der Großbrauereien. Sie werden geschluckt oder gehen insolvent. Wir möchten diesem Trend entgegenwirken und die bunte Bierlandschaft mit ihrer Geschmacksvielfalt bewahren.

Das heißt nicht, dass Quartiermeister nicht irgendwann auch ein anderes Produkt sein kann - ganz im Gegenteil. Das Besondere an Quartiermeister ist, dass fast jedes Konsumgut an die Quartiermeister-Prinzipien angepasst und ein korrektes Konsumgut sein kann.

 

 

Findet ihr die Verbindung von Alkohol und Sozialem nicht kritisch?

Wir erkennen, dass diese Verbindung nicht ganz widerspruchsfrei ist. Es ist nicht unser Anliegen, dass Menschen durch uns mehr Alkohol konsumieren. Unser Ziel ist vielmehr, eine gute Alternative zu bestehenden Bieren zu bieten. Unser Marketing zielt nicht darauf ab, Menschen zum Biertrinken zu animieren, sondern ihren bisherigen Konsum mit einem sozialen Mehrwert zu verknüpfen.

Bezogen auf die Förderung von Projekten erläutern wir den Antragsteller*innen, wie unser Geld entsteht und überlassen ihnen die Entscheidung, ob sie mit diesem Geld arbeiten wollen.

 

 

Woher kommt das Bier genau?

Das Bier für die Region Ost (u.a. Berlin, Leipzig & Dresden) kommt aus der Stadtbrauerei Wittichenau in der Lausitz, das Bier für die Region Süd aus der Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting. Die bewusste Entscheidung für diese Brauereien fiel aus folgenden Gründen:

  • Deren handwerklich gebrauten Biere schmecken uns sehr gut
  • Die Brauereien sind unabhängig von Investor*innen und Anteilseigner*innen
  • Die Biere werden aus regionalen Zutaten hergestellt, zum Teil in Bioqualität
  • Die Brauerein identifizieren sich mit der Idee von Quartiermeister und können ebenfalls nach unserem Rezept brauen.

Diese Argumente berücksichtigen wir ebenfalls auf der Suche nach möglichen Partnerbrauereien im Westen und Norden des Landes. Aufgrund dieser Prinzipien konnten wir keine passende Brauerei in der Nähe von Berlin finden. Die großen Berliner Brauereien sind allesamt im Besitz der Radeberger-Unternehmensgruppe, die wiederum Dr. Oetker, einem der größten, deutschen Lebensmittelkonzerne gehört. Wir sind gegen Konzernstrukturen, da es für Konzerne aus Investoren*innen- und Eigentümer*innensicht notwendig ist, kurzfristige Gewinne zu machen und diese über langfristiges und gemeinwohlorientiertes Engagement zu stellen. Diese Profitorientierung führt in vielen Fällen zur Ausbeutung von Mensch und Natur. Das wollen wir ändern und arbeiten deshalb so gut es geht mit unabhängigen, regionalen Partner*innen zusammen.

 

 

Warum braut ihr das Bier nicht selbst?

In unserem Team sitzt Matheo, Brauereitechnologe, der u.a. für die Rezeptentwicklung unserer Biere zuständig ist und die Sude in der Entwicklungsphase betreut. Wir brauen allerdings nicht selbst. Von Anfang an war es uns ein Anliegen, bestehende Produktionsstrukturen zu nutzen und mit ihnen Peer-to-peer (fair & auf Augenhöhe) zusammenzuarbeiten. Für eigene Produktionsanlagen fehlt uns durch unser Fördermodell & unsere Unabhängigkeit das Investitionskapital und außerdem können wir so bestehende kleine Betriebe unterstützen und regionaler arbeiten.

 

 

Warum ist euch Unabhängigkeit so wichtig?

Wir sind unabhängig von Investor*innen und Anteilseigner*innen, damit wir unsere Entscheidungen selbst treffen und unseren Prinzipien treu bleiben können. Wir arbeiten demnach nicht, um externen Renditeerwartungen gerecht zu werden oder möglichst schnell zu wachsen, sondern können uns qualitativ und organisch entwickeln. Wir behalten ganzheitlich unsere Vision im Auge und müssen niemandem Rechenschaft ablegen, außer uns selbst, unseren Konsument*innen und unserem Verein. Wir finden, Großkonzerne üben durch ihre Vormachtstellung zu großen Einfluss auf Politik und Zivilgesellschaft aus. Und selten sind sich Konsument*innen wirklich bewusst, von wem oder was sie gerade ein Produkt kaufen. Während der deutsche Biermarkt eine Vielfalt vorgaukelt, liegen die meisten Biere in der Hand von Dr. Oetker (Radeberger Gruppe), Anheuser-Busch Inbev SAB-Miller und Carlsberg. Wir sind und bleiben die unabhängige Alternative.

 

 

 

Seit 2013 ist der Gewinn pro Liter gesunken. Warum?

Der Gewinn pro Liter ist seit 2013 gesunken, weil Quartiermeister von 2010 bis 2013 ein ehrenamtliches Studierenden- bzw. Vereinsprojekt war und keine Gehälter gezahlt wurden. Dementsprechend konnte der Großteil des Umsatzes an Projekte gegeben werden. Seit 2014 sind wir ein Unternehmen, das auch nach innen sozial agieren will und den zehn Menschen, die dafür arbeiten, einen Lohn bezahlt. Durch die stetige Professionalisierung der Arbeit ist der Gesamtumsatz und damit auch der soziale Gewinn insgesamt stark angestiegen. Das ist der Grund, weshalb der Anteil pro Liter zwar gesunken, der gesamte soziale Gewinn pro Jahr jedoch immer weiter gestiegen ist (2016: 17.000 Euro, 2017: 28.000 Euro, 2018: 35.000 Euro, 2019: 45.000 Euro). Seit vier Jahren können wir den Satz mit 10 Cent pro Liter halten und nehmen uns das auch für die nächsten Jahre vor. Mit unserem Verein diskutieren wir jährlich unsere Geschäftszahlen und projizieren unsere erwartete Entwicklung. Vor ihm rechtfertigen wir unser unternehmerisches Handeln und unsere Zahlen und er bestimmt, was mit den Gewinnen geschieht. Wenn du auch Interesse daran hast, Quartiermeister mitzugestalten und Einfluss zu nehmen, melde dich bei uns unter mitmachen@quartiermeister.org.

 

 

 

Was bedeutet regional?

Das Attribut regional hat für uns mehrere Facetten: Wir liefern unser Bier nicht über 300 Kilometer Radius um die Brauerei aus, da Quartiermeister immer ein regionales Produkt für einen regionalen Markt sein soll, mit dessen Gewinnen regionale Projekte gefördert werden. Mit der Region Ost können wir Städte in Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt abdecken, die Region Süd umfasst Bayern und Baden-Württemberg. Wenn wir Anfragen aus Gegenden bekommen, die bisher nicht in unserem Radius liegen, lehnen wir diese meist aus ökologischen Gründen ab. Das Bier selbst wird aus Zutaten hergestellt, die mehrheitlich aus der Region kommen. Woher genau, siehst du hier.

 

 

 

Ist das Bier bio-zertifiziert?

Im Oktober 2015 haben wir unser erstes Bio-Pils nach eigenem Rezept auf den Markt gebracht. Seit Ende 2017 gibt es unser Rotbier in Bioqualität im Osten und seit 2018 unser Bio-Helles im Süden. Damit sind wir neben sozial und regional nun auch ökologisch. Damit kommen wir unserem Ziel, ein möglichst nachhaltiges Produkt zu schaffen, einen großen Schritt näher. Wir verstehen das Bio-Bier als noch korrektere Erweiterung zu unserem konventionellen Bier, das wir aus wirtschaftlichen Gründen weiterhin vertreiben werden.

 

 

 

Ist das Bier vegan?

Unsere Biere sind an sich vegan. Uns ist es bisher nicht möglich, für die Flasche einen Etikettenkleber aus nicht-tierischen Produkten zu verwenden, da die Eigenschaften des Klebers eine andere Abfüllmethode benötigen als die, die für unsere Brauereien technologisch möglich sind.

 

 

 

Warum gibt es kein einheitliches Rezept für alle Standorte?

Wir haben uns bewusst dazu entschieden, das Bier und auch den Geschmack regional zu halten. So wird im Süden ein Helles und in der Region Ost ein Pilsner abgefüllt. Das sind die Biere, die seit Jahrhunderten aus der Region kommen und für die Region stehen. Wir lieben die vielfältige Bierlandschaft und experimentieren mit Geschmäckern und Neuinterpretationen, wie bei unserem kaltgehopften Bio-Hellen oder unserem Rotbier. Ihr dürft also gespannt bleiben!

 

 

 

Wer verbirgt sich hinter den Gesichtern auf den Flaschen?

Der Mann auf der Flasche des Original-Pils ist der Quartiermeister. Er kümmert sich um das Wohl in seiner Nachbarschaft. Die Person ist ein Sinnbild für alle, die Quartiermeister verkaufen, trinken, Projekte ins Leben rufen und ihren Kiez unterstützen. Seit Juli 2017 gibt es nun auch die Quartiermeisterin. 50% der Etiketten sind seitdem mit einer Frau bedruckt. Mit der Kampagne möchten wir ein Zeichen gegen Sexismus und Stereotype in der (Bier-)Werbung und für Gleichberechtigung setzen. Mehr Infos dazu auf www.quartiermeisterin.org

Seit März 2019 ist erstmalig ein lebendiger Quartiermeisters auf einer Flasche zu sehen: Talu Tüntas ziert das Etikett unseres Naturradlers. Zum ersten Mal erscheint nun ein Mensch auf unserem Bier, welcher tagtäglich und mit vollem Einsatz soziale Kiezprojekte unterstützt und auf die Beine stellt. Jemand, der sich also die Stärkung der Nachbarschaftskultur in Berlin zur Aufgabe gemacht hat und somit den Grundgedanken von Quartiermeister verkörpert. Talu wurde mit seinen zahlreichen Projekten bereits mehrmals von Quartiermeister gefördert. Darunter zählen unter anderem eine Selbsthilfefahrradwerkstatt auf dem Tempelhofer Feld und die Taschengeldfirma e.V.. Außerdem erhielt er Unterstützung für eine Open Stage und hat auch mal ganz nebenbei ein Windrad gebaut. Talu ist für uns demnach der Inbegriff des Quartiermeisters!

 

 

 

Wozu das Sternchen?

Auf unserer Homepage, allen Onlineauftritten und auch auf unseren Flaschen haben wir uns seit längerer Zeit bewusst dazu entschieden, das Gendersternchen zu benutzen. Das Sternchen ist (ähnlich der Suchfunktionen am Computer) als offener Platzhalter gedacht. Es ist ein Zwischenraum, jenseits der Begrifflichkeiten von „Mann“ und „Frau“. Quartiermeister*in wendet sich gegen Stereotypen und Geschlechterklischees und damit auch gegen den Ausschluss bzw. die Diskriminierung von Menschen, die sich nicht in diese Rollen einteilen können oder wollen.

 

 

Ich möchte, dass es Quartiermeister in meiner Stadt gibt! Was kann ich tun?

Befindet sich deine Stadt in einer unserer abgedeckten Regionen Ost/Süd, kannst du dich direkt an mitmachen@quartiermeister.org wenden. Du kannst den Vertrieb unseres Bieres aktiv unterstützen & mitgestalten, uns deine Lieblingskneipen verraten und ein ganz eigenes Quartier nach unseren Prinzipien & Möglichkeiten aufbauen!

 

 

Zum Wohle aller - Was meint ihr damit genau?

Seit 2010 setzt sich Quartiermeister für eine gerechte Wirtschaft zum Wohle aller ein. Mit einem festen Satz von 10 Cent pro Liter fördern wir soziale und kulturelle Projekte in der Nachbarschaft. So fließt ein Teil unseres Gewinns zurück in die Gesellschaft, von dem möglichst viele Menschen profitieren. Mit unserem Claim möchten wir ausdrücken, dass Quartiermeister genau zu diesem Zweck im Jahr 2010 gegründet wurde: einen sozialen Mehrwert durch ein alltägliches Konsumgut zu schaffen, der vielen Menschen zu Gute kommt.