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Das erste Quartiermeister-Stipendium geht an den International Woman Space

25. Juli 2019 09:58

annika.bruemmer

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen! Aus über 40 eingegangenen Bewerbungen für das erste Quartiermeister-Stipendium fiel nach langen Diskussionen die Wahl auf den International Woman Space. 9 Monate lang erhält der International Woman Space eine finanzielle Förderung von jeweils 1.000 €, wovon 20 % in Weiterbildungsmaßnahmen fließen.

Die Förderung in Höhe von insgesamt 9.000 € ist die höchste Summe, die Quartiermeister seit beginn in 2010 ausschütten konnte. Auf dem Quartiermeister-Sommerfest am 19.7. in den Oranienhöfen wurde der Preisträger – bzw. die Preisträgerinnen – feierlich ausgezeichnet. Entschieden hat in diesem Fall nicht wie üblich die Allgemeinheit, sondern eine unabhängige Jury aus der Berliner Kultur- und Kreativszene. Mit an Board waren Marius Hasenheit vom Transform Magzin, Michael Vollmann von nebenan.de, Hellwig Fenner von mein Grundeinkommen und Sabrina Apitz vom Kulturförderpunkt Berlin. Sabrina war es auch, die stellvertretend für die gesamte Jury am vergangenen Freitag der engagierten Frauengruppe den Preis übergeben hat.

Unter herzlichem Applaus der gespannten Zuhörer*innen nahmen die Frauen vom IWS ihren Preis entgegen. Es bot sich ein emotionaler Moment als die Frauen auf der Bühne sich für die notwendige finanzielle Unterstützung von ganzem Herzen bedankten und mitreißend von ihrem Engagement berichteten.

International Women Space (IWS) ist eine internationale, feministische Gruppe von migrantischen, geflüchteten, und nicht-migrantischen Frauen, die seit 2012 als politische Gruppierung im Rahmen der Oplatz-Bewegung und der Besetzung der Gerhart-Hauptmann-Schule und seit 2017 als Frauenverein existiert.

International Women Space ist ein Ort für alle Frauen, die sich gegen Rassismus, Sexismus und jegliche Form der Unterdrückung einsetzen. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Bewegung des internationalen und antirassistischen Feminismus zu stärken und die Rechte von Migrantinnen und geflüchteten Frauen in Deutschland zu gewährleisten“, so IWS. Die Frauen fokussieren sich dabei auf die Sichtbarkeit und das politische Engagement von geflüchteten und migrantischen Frauen, da Sichtbarkeit der erste Schritt aus Isolation und Gewalt ist.

In diesem Jahr hat der IWS die "Break Isolation Group" gegründet, die sich aus geflüchteten Frauen zusammensetzt, um sich selbstverwaltend und unabhängig zu organisieren. Die "Break Isolation Group" setzt sich gegen die Isolation von - vor allem - Frauen in Erstaufnahmezentren und Unterkünften ein, die auf Grund des Rechtsrucks in Deutschland und der aktuellen asylpolitischen Entwicklungen auf drastische Weise immer mehr zunimmt. Die wenigsten Frauen in Erstaufnahmezentren haben angemessenen Zugang zu unabhängigen Beratungsangeboten, Hilfsangeboten oder Interessenvertretungen, die ihnen emotionale und solidarische Stütze bieten. 

Die "Break Isolation Group" vertritt den Standpunkt, dass Frauen in Asylprozessen mit lebenswichtigen Informationen versorgt werden müssen, und vor allem mit frauenspezifischen Informationen und Unterstützung - da Frauen auf Grund von sexistischen Verhältnissen andere Situationen, Erfahrungen und Probleme erleben als Männer.

Von 2019 bis 2020 sind die 12-monatigen "Break Isolation Mobilization Tours" geplant. Ziel dieser Tour ist die direkte Kontaktaufnahme, Mobilisierung und Vernetzung von Frauen in Unterkünften.

Jippie! Unser Bio-Alkoholfreies ist da!

4. Juli 2019 11:27

annika.bruemmer

Es war ein Weg mit Stolpersteinen - die Produktion unseres ersten alkoholfrien Bieres, aber nun ist es da. Und wir sind überglücklich! Ursprünglich hatten wir geplant, das Alkoholfrie bereits Ende 2018 zu launchen, aber es sollte so nicht sein. Vielleicht, weil es eh viel besser zum Sommer passt?

Zugegeben, wir sind ein wenig sehr ambitioniert mit dem geplanten Launch-Termin an den Start gegangen. Wir haben unterschätzt, dass der Brauprozess eines Alkoholfreien um einiges komplizierter und anspruchsvoller ist, als der eines konventionellen Bieres. Beim Verkosten der ersten Abfüllung waren wir nicht zufrieden. Qualität und Geschmack genügten nicht zu 100 % unseren Ansprüchen. Durch die Modernisierung des Sudhauses unserer Partnerbrauerei Wittichenau hat sich die Produktion weiter verzögert, aber nun kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. Heute morgen ist André direkt zur Brauerei gedonnert und hat per Videoanruf live mit uns restlichen Quartiermeister*innen die erste Flasche verkostet. Fazit: top!

Unser Alkoholfreies in Bio-Qualität ist ein Kellerbier mit einer Stammwürze von 6,5% und einem Alkoholgehalt von weniger als 0,5%. Für unser Bio-Alkoholfreies verwenden wir ein ganz neues und innovatives Herstellungsverfahren. Wir bedienen einer extra gezüchtete Spezialhefe, die keinen Malzzucker vergären kann. In Kombination mit einem speziell auf die Hefe angepassten Brauverfahren wird nur eine geringfügige Menge Alkohol produziert, obwohl das Bier vollständig vergoren wird. Dadurch bekommt es einen vollmundigen und erfrischenden Charakter. Ausgewählte Aromahopfensorten verleihen dem Bier fruchtige Aromen und runden den Geschmack ab. Darauf ein Prost!

Je 1000 € für 3 tolle Projekte in Dresden!

3. Juli 2019 15:39

None

Dass in Dresden viele förderungswürdige Projekte am Start sind und bemerkenswerte Arbeit leisten, steht außer Frage! Dass nicht alle von uns gefördert werden können, ist demnach auch klar.                            Dennoch sind wir sehr froh, 3 tolle Projekte mit jeweils 1000 € unterstützen zu können! 

Den ersten Platz mit 454 Stimmen sicherte sich das Projekt #WannWennNichtJetzt Tour Sachsen! Dieses Projekt möchte in diesem Sommer in 5 verschiedenen Orten in Sachsen mittels Workshops, Konzerten und offenen Gesprächsrunden ein Zeichen gegen Rechtsruck und -populismus setzen und natürlich auch Alternativen aufzeigen! 

Den zweiten Platz mit 431 Stimmen machte die Initiative IDA (In Dresden ankommen)! Die Studierendeninitiative der TU Dresden unterstützt mit verschiedenen Projekten Geflüchtete bei der Integration. Darunter zählen unter anderem ein Buddy-Programm, ein monatlicher Kochabend und ein Deutschkurs für geflüchtete Frauen. 

Den dritten Platz mit 240 Stimmen konnte sich das Umsonst & Draußen Festival 2019 sichern! Dieses findet nun bald zum 12. Mal statt und verfolgt die Intention, allen uneingeschränkt den Zugang zu kulturellen Programm und gemeinschaftlichem Austausch zu bieten. Dabei schafft es eine Plattform für (alternative) Bands aus Dresden, Kleinkunst und generationsübergreifende Vernetzung. 

Die drei Projekte, welches es dieses Mal leider nicht geschafft haben, möchten wir euch trotzdem nicht vorenthalten!

Der Aias Dresden e.V. Studenten gegen Blutkrebs engagiert sich für Blutkrebspatient*innen und organisiert Registrierungsaktionen für Stammzellenspender*innen. Das Projekt Neues Licht fürs Hole of Fame möchte ihren gemeinnützigen Veranstaltungsort mit einer passenden Beleuchtung verpassen, denn das durch ehrenamtliche Arbeit allmonatlich stattfindende Kunst- und Kulturprogramm braucht dringend eine anpassungsfähige Untermalung (Lichtanlage). Das Dresdener Festival der Vielfalt möchte interreligiösen und interkulturellen Dialog fördern. Das Programm umfasst Tanz- und Musikauftritte, einen Markt der Vielfalt und interaktive Workshops. 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Projekten und möchten dazu ermuntern, euch entweder weiterhin so tatkräftig für ein solidarisches Miteinander einzusetzen oder bei einer dieser coolen Initiativen mitzuwirken! 

 

 

 

 

 

 

Wo sind wir denn hier gelandet?

21. Juni 2019 08:33

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Als Thomas und ich am Dienstag in der Beuth Hochschule für Technik ankamen und nach dem 2. Versuch auch schon den richtigen Raum gefunden hatten, platzten wir mitten in einen vollen Klassenraum hinein, in welchem auch noch alle gespannt einer Präsentation lauschten.

 „Wo sind wir denn hier gelandet?“, fragten wir uns.

Der Name "Rat für Zukunftsweisende Entwicklung"  klang ja schon sehr vielversprechend, aber mit einem richtigen Kurs hatten wir nicht gerechnet.

Nacheinander stellten die Studierenden in Kleingruppen ihr ausgearbeitetes Konzept vor. Das reichte von der Optimierung des bereits aus dem Vorjahres-Kurs hervorgegangenen Lastenrades bis hin zu einem multifunktionalen Campushochbeet. Alsbald leuchtete uns ein, dass wir hier nicht im Rat direkt, also der eigenständigen Studierendeninitiative für Zukunft und Nachhaltigkeit der Beuth Hochschule sitzen, sondern im Projektlabor „Zukunft & Nachhaltigkeit“. Dabei handelt es sich um ein Studium Generale, welches von den Mitgliedern und gleichzeitig ehemals Studierenden des Rates geleitet wird und somit die erste Lehrveranstaltung ist, die eigenständig von Studierenden für Studierende geführt wird und bei welcher die Teilnehmenden sogar Credits sammeln können!

Ein sehr erfolgreiches Konzept, welches aus diesem Kurs hervorging, ist das Lastenrad Kalle. Kalle wurde von Teilnehmenden des Kurses selbst gebaut, hat seinen festen Platz in der Nähe der Uni und kann von jeder*m kostenfrei ausgeliehen werden. Die Idee dahinter oder das Ziel ist zum einen, eine nachhaltige Sharing-Infrastruktur zu etablieren und somit Ressourcen zu schonen und zum anderen die Stärkung des Miteinanders im Kiez – insbesondere auch zwischen Studierenden und Nicht-Studierenden.

Dieses Konzept finden wir (natürlich) besonders cool, da es auch perfekt zu dem Grundgedanken von Quartiermeister, Kiezkultur und nachbarschaftliches Miteinander zu fördern, passt😉. Dass so etwas auch funktioniert, merkten wir gleich, als uns geraten wurde, Kalle möglichst weit im Voraus zu reservieren, da er für diesen Monat schon so gut wie ausgebucht ist.

Nach dem Projektlabor wechselten wir anlässlich der Ratssitzung – aufgrund der wir ja eigentlich da waren - in einen sehr gemütlichen Fachschaftsraum. Zu Beginn stellte sich jede*r kurz vor, denn es kommen auch jedes Mal neue Gesichter hinzu.

Der Rat für Zukunftsweisende Entwicklung setzt sich aus Menschen aus verschiedenen Semestern, Altersstufen und Unifächern zusammen. Bei lockerer, entspannter Atmosphäre wurde dieses Mal über eine Neuregelung der internen Arbeitsstruktur gesprochen und über die Frage, wie viele der kleinen Projekte oder Projektideen eigentlich umgesetzt werden können. An neuen Ideen für AGs und dem Willen, etwas zu verändern/verbessern, mangelt es nämlich nicht. Jede*r kann sich jedoch auf die Art und Weise und so viel beteiligen, wie er*sie möchte.

Die Ratssitzung findet jeden 2. und 4. Montag im Monat statt und wer vorbeikommen möchte oder einfach noch mehr Spannendes erfahren will, schaut einfach hier vorbei: https://rze.studis-bht.de/

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Berlin - So habt ihr entschieden!

3. Juni 2019 15:26

lisa.wiedemuth

Diese Abstimmung war auch für Quartiermeister eine Art Premiere. Im letzten Jahr beschlossen die Ehrenamtlichen des Quartiermeister e.V. für 2019 die abgegebene Stimmanzahl zu verbergen, um auch neuen bzw. kleinen Initiativen die Chance zu geben, unsere Förderung zu erhalten. Durch das Verbergen der Stimmen, kann strategisches Voten vermieden werden. Die Zweitstimme wird dann tatsächlich für die beste Idee abgegeben. Das Ergebnis zeigt: Diese Umstellung macht Sinn. Das Ergebnis fällt knapper als in den vorherigen Votings aus. Über 1000 Menschen haben sich an der Abstimmung beteiligt. Hier nun das endgültige Ergebnis. Wir fördern mit jeweils 2000€:

- 114 ÜBER MARZAHN (457 Stimmen)
- Werkstatttaum e.V. (445 Stimmen)

Auch die anderen Projekte hätten unsere Förderung mehr als verdient. Das Bürgerbegehren Neukölln macht Schule sauber, möchte sich für faire & saubere Schulen in Berlin einsetzen (407 Stimmen). Knapp dahinter liegt die bürgerschaftliche Initiative Autofreier Wrangelkiez (406 Stimmen). Auch sie möchte ihren Kiez sauberer gestalten & dabei den Verkehr aus der Nachbarschaft verbannen. Auf Platz fünf liegt die Siebdruckwerkstatt Vetomat aus Friedrichshain (336 Stimmen). Das Kollektiv möchte es Initiativen aus der Nachbarschaft ermöglichen, eigenständig Siebdruckmaterialien für ihre Anliegen & Projekte herzustellen. Wir wünschen allen Projekten weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Vorhaben, auch wenn es bei diesem Voting vielleicht nicht gereicht hat. Wir verbeugen uns vor eurem Engagement und hoffen, uns bald wieder im Kiez zu treffen!

Trinken für den guten Zweck: In allen Curry & Co. Filialen

3. Juni 2019 12:36

annika.bruemmer

Jedes Bier ist eine Spende – soweit nichts neues. Von Juni bis einschließlich August klingeln die Spendenkassen allerdings um ein Vielfaches. Und zwar in allen Curry & Co. Filialen in Dresden, Leipzig und Pirna. Bei jeder Quartiermeister-Bestellung spenden unsere Freunde von Curry & Co.  50 Cent (!!!) an soziale Projekte vor Ort. Also rann an die Würste und Pommes und bloß kein Bier bei der Bestellung vergessen! Vielen Dank an Curry & Co. für diese tolle Aktion! #zumwohlealler

Wer rockt Berlin?

28. Mai 2019 10:31

None

ROCK YOUR LIFE! (RYL!) ist ein Netzwerk, bestehend aus Studierenden, Schüler*innen und verantwortungsvollen Unternehmen, welches schon seit 2009 Mentoring-Paare matcht und begleitet.

Das Besondere hierbei ist, dass es sich um ein Eins-zu-Eins-Mentoring Programm handelt. Studierende treffen auf Schüler*innen und begleiten ihren Mentee auf dem Weg in den Beruf oder die weiterführende Schule. Zudem geht es aber auch darum, die Schüler*innen, welche oft aus bildungsfernen und ungünstigen/schwierigen Verhältnissen stammen, ein Vorbild und Freund*in an die Seite zu stellen. Deshalb finden auch regelmäßig coole Veranstaltungen, wie Laser-Tag-Spielen und gemeinsames BBQ statt. Diese sollen die Beziehungen zwischen den Paaren und allen am Programm Teilnehmenden stärken.

Das übergeordnete Ziel hierbei ist mehr Bildungsgerechtigkeit, denn besonders in Deutschland hängt der schulische & berufliche Werdegang von jungen Menschen, auch im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern, immer noch sehr stark von den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Elternhauses ab. Nach RYL! BERLIN sollte jede*r die Möglichkeit haben, sein*ihr individuelles Potential zu entfalten und sein*ihr Leben eigenverantwortlich gestalten zu können.

Das Programm stellt aber nicht nur für die Mentees, sondern auch für die Studierenden eine Bereicherung und Lernerfahrung dar. Aus der persönlichen Erfahrung einer Studentin: „Zu erleben, dass junge Leute gemeinsam ein bisschen was zurückgeben wollen und sich mit Freude gesellschaftlich engagieren, ist echt einfach klasse.“

Aufgrund der Förderung von Quartiermeister konnten in Berlin bis Anfang März bereits 6 Paare gematcht werden sowie begleitende Trainings und Teambuilding-Veranstaltungen stattfinden.

Wenn du nun auch mithelfen willst, Berlin zu rocken: Mach mit und werde Mentor*in oder engagiere dich im Alumni-Verein (https://rockyourlife.de/das-sind-wir/)!

Wer ist das neue Gesicht auf unserem Radler?

23. Mai 2019 12:50

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Zum ersten Mal erscheint nun ein Mensch auf unserem Bier, welcher tagtäglich und mit vollem Einsatz soziale Kiezprojekte unterstützt und auf die Beine stellt. Jemand, der sich also die Stärkung der Nachbarschaftskultur in Berlin zur Aufgabe gemacht hat und somit den Grundgedanken von Quartiermeister verkörpert. 

Dieser besagte Mensch hört auf den Namen Talu Tüntas und er wurde mit seinen zahlreichen Projekten bereits mehrmals von Quartiermeister gefördert. Darunter zählen unter anderem eine Selbsthilfefahrradwerkstatt auf dem Tempelhofer Feld und die Taschengeldfirma e.V.. Außerdem erhielt er Unterstützung für eine Open Stage und hat auch mal ganz nebenbei ein Windrad gebaut. Talu ist für uns demnach der Inbegriff des Quartiermeisters und genau deshalb ziert er mit seinem Gesicht unser naturtrübes Radler.     

Ein Leben ohne Abfall & Verschwendung – könnt ihr euch das vorstellen?

20. Mai 2019 15:49

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Die Bilder von gewaltigen Plastikinseln und toten Meerestieren, die mit Mägen voller Müll kläglich verhungern, sind mittlerweile in aller Munde. Die Wenigsten jedoch verbinden damit ihr eigenes Konsumverhalten und ein generelles Strukturproblem. Der Zero Waste e.V. gründete sich vor gut einem Jahr um genau hier anzusetzen.

Einerseits geht es darum, viele verschiedene Menschen zu erreichen und durch z.B. Aufklärungsworkshops das Bewusstsein für die Müllproblematik und die Wegwerfgesellschaft zu schärfen. Andererseits versuchen sie auch in Kooperation mit anderen Initiativen (Guerilla Architecs, clubliebe e.V., …) auf weiteren Ebenen und in die Gesellschaft hinein zu wirken.

Vor ein paar Wochen fand das erste offene Planungs- und Arbeitstreffen statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen waren. Dies kam uns als Gelegenheit für den Projektbesuch gerade recht und so folgten auch wir der Einladung. Als Christina und ich das Treppenhaus zum Pulsraum betraten, schnellte auch schon Ingo – einer der Gründer des Zero Waste e.V. – mit zwei Brotaufstrichen bewaffnet an uns vorbei. Das engere Team steckte nämlich noch hoch konzentriert in den Vorbereitungen für die anschließenden Arbeitsphasen. Währenddessen kam aber keine Langeweile auf, da sich die Interessierten schon zu kleinen Gruppen versammelt hatten und angeregt unterhielten.

Zum offiziellen Beginn stellten Silke und Ingo zunächst kurz den Verein vor und anschließend wurden von den jeweiligen Verantwortlichen die verschiedenen AGs näher erläutert. Darunter zählen unter anderem ein Bildungsprojekt an Grundschulen, eine Festival-AG, ein Blog, Mitgestaltung von Demos und Themenabende zu bspw. Mikroplastik.

Dann ging es auch schon in die Arbeitsphase! Ich schloss mich der Festivalgruppe an, welche auf dem Art Lake Festival mit „Müll“ von vorherigen Festivals, also stehengelassenen Zelten usw., Podeste, Taschen und Kunstwerke herstellen und präsentieren möchte.  Mit dabei waren auch zwei Architektinnen von Guerilla Architects.  Anschließend wurden die Ergebnisse aller AGs präsentiert und es konnte sich noch in die Listen für weitere Projekte eingetragen werden.

Insgesamt war das ein sehr interessanter und anregender Abend beim Zero Waste e.V., der wirklich zum Nachdenken angeregt und mich auch nochmal dazu ermuntert hat, dieses Thema aktiver anzugehen. Wer sich auch noch stärker mit der Zero Waste Thematik auseinandersetzen und sich diesbezüglich engagieren möchte, kann immer jeden 2. Mittwoch im Monat zum Stammtisch kommen oder bei Themenabenden und anderen Events vorbeischauen!

David Griedelbach im Startnext Interview-Podcast "Gute Ideen"

16. Mai 2019 08:27

annika.bruemmer

David Griedelbach, Mitgründer und einer der beiden Geschäftsführer von Quartiermeister, war zu Gast bei Startnext und hat im Interview-Podcast eine Menge über Quartiermeister geplaudert.

Im Podcast geht darum, wie bei Quartiermeister alles angefangen hat, wie politisch ein Social Businesses sein sollten und vor allem natürlich, wie man eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne macht. Reinhören!